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Nahostkonflikt: Dutzende Fluggesellschaften streichen massenhaft Flüge

Eskalierender Iran-Krieg legt globalen Luftverkehr lahm – Dubai, Doha und Abu Dhabi als wichtige Drehkreuze weitgehend gesperrt.

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Nahostkonflikt: Dutzende Fluggesellschaften streichen massenhaft Flüge

Der Nahostkonflikt trifft den weltweiten Flugverkehr mit voller Wucht. Wichtige regionale Drehkreuze wie Dubai, Doha und Abu Dhabi sind infolge des Iran-Krieges geschlossen oder stark eingeschränkt. Dutzende Fluggesellschaften weltweit haben ihre Verbindungen in die Region gestrichen oder auf unbestimmte Zeit ausgesetzt.

Besonders weitreichend sind die Maßnahmen des Lufthansa-Konzerns. Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways und Edelweiss haben Flüge nach Dubai und Tel Aviv bis zum 31. Mai gestrichen. Ziele wie Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran sind sogar bis zum 24. Oktober gesperrt. Auch Eurowings als Konzern-Billigtochter setzt Flüge nach Dubai, Abu Dhabi und Amman bis Oktober aus.

British Airways verlängerte die Streichungen nach Amman, Bahrain, Dubai und Tel Aviv bis Ende Mai. Die Flüge nach Abu Dhabi bleiben sogar bis Jahresende ausgesetzt. Air France hat Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Dubai und Riad gestrichen, KLM folgte mit Aussetzungen bis zum 17. Mai.

Europäische Billigfluggesellschaften stark betroffen

Auch Ryanair verschob den geplanten Start von Verbindungen nach Tel Aviv und Beirut auf den 15. Juni und strich alle Dubai-Flüge bis zum 8. April. Die lettische airBaltic annullierte alle Dubai-Flüge bis zum 24. Oktober – ein ungewöhnlich langer Zeitraum. Pegasus Airlines aus der Türkei strich Verbindungen in mehr als ein Dutzend Destinationen bis zum 13. April.

Die polnische LOT strich Flüge nach Dubai bis zum 28. März, nach Tel Aviv bis zum 31. Mai sowie nach Riad und Beirut bis Ende April. Die finnische Finnair meidet weiterhin den Luftraum von Irak, Iran, Syrien und Israel und hat ihre Doha-Flüge bis zum 2. Juli ausgesetzt.

Interkontinentale Verbindungen ebenfalls betroffen

Die Auswirkungen reichen weit über Europa hinaus. Delta Air Lines strich Flüge von New York nach Tel Aviv und verschob die Wiederaufnahme der Verbindung Atlanta–Tel Aviv auf den 5. September. Der geplante Start der Route Boston–Tel Aviv wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Air Canada strich alle Flüge nach Tel Aviv und Dubai bis zum 7. September.

Cathay Pacific aus Hongkong strich alle Passagierflüge nach Dubai und Riad bis zum 31. Mai. Um der gestiegenen Nachfrage nach Europa zu begegnen, bietet die Airline im April zusätzliche Flüge nach London, Paris und Zürich an. Ähnlich reagiert Qantas: Australiens Nationalcarrier baut Verbindungen nach Rom und Paris aus und erhöht die Paris-Frequenz von drei auf fünf Hin- und Rückflüge pro Woche.

Singapore Airlines verlängerte die Aussetzung ihrer Singapur-Dubai-Verbindung bis zum 30. April und bietet stattdessen zusätzliche Flüge nach London Gatwick und Melbourne an. Japan Airlines hat die Linie Tokio–Doha bis Mitte April ausgesetzt. Die saudi-arabische Billigfluggesellschaft Flynas strich Verbindungen zu zehn regionalen Zielen bis zum 15. April.

Für Reisende bedeutet die Lage erhebliche Planungsunsicherheit. Wer Flüge in den Nahen Osten oder über die Region gebucht hat, sollte dringend den aktuellen Status bei seiner Fluggesellschaft prüfen und alternative Routen in Betracht ziehen.

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