Nahostkonflikt: Dutzende Fluggesellschaften streichen Flüge in die Region
Die Eskalation im Nahen Osten zwingt Fluggesellschaften weltweit zu massiven Streichungen auf Routen nach Tel Aviv, Dubai und Beirut.

Der eskalierende Nahostkonflikt trifft den internationalen Luftverkehr hart. Dutzende Fluggesellschaften aus aller Welt haben Flüge nach Israel, in die Golfregion und in den Libanon gestrichen – teils bis weit in den Sommer hinein. Besonders betroffen sind die Ziele Tel Aviv, Dubai, Beirut, Riad und Doha.
Die Lufthansa Group gehört zu den Fluggesellschaften mit den weitreichendsten Streichungen. Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways und Edelweiss haben Flüge nach Dubai und Tel Aviv bis zum 31. Mai ausgesetzt. Für Ziele wie Abu Dhabi, Beirut, Teheran und Erbil gilt die Aussetzung sogar bis zum 24. Oktober. Auch die Billigmarke Eurowings streicht Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut und Dubai bis in den Herbst.
British Airways, Teil der IAG-Gruppe, verlängerte Streichungen nach Amman, Bahrain, Dubai und Tel Aviv bis zum 31. Mai. Flüge nach Abu Dhabi bleiben sogar bis Ende des Jahres ausgesetzt – ein ungewöhnlich langer Zeithorizont.
Globale Reichweite der Flugausfälle
Auch nordamerikanische und asiatische Carrier sind betroffen. Delta Air Lines hat Flüge zwischen New York und Tel Aviv gestrichen und die Wiederaufnahme der Route Atlanta–Tel Aviv auf den 5. September verschoben. Air Canada streicht alle Flüge nach Tel Aviv bis zum 2. Mai. Cathay Pacific aus Hongkong hat Passagierflüge nach Dubai und Riad bis zum 31. Mai eingestellt.
In Europa zeigt sich ein ähnliches Bild: Air France hat Flüge nach Tel Aviv und Beirut bis zum 4. April gestrichen, KLM sogar bis zum 17. Mai. Die lettische airBaltic streicht Tel-Aviv-Flüge bis zum 29. April, Wizz Air suspendiert Verbindungen nach Dubai und Abu Dhabi von europäischen Festlandstädten bis Mitte September.
Die israelische El Al fliegt weiterhin, jedoch mit einem stark eingeschränkten Programm. Kunden mit Abflügen bis zum 4. April aus Israel wurden über Streichungen informiert. Die Fluggesellschaft bedient nur noch eine begrenzte Anzahl wichtiger Ziele.
Airlines weichen auf andere Routen aus
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseEinige Fluggesellschaften reagieren auf die gestiegene Nachfrage nach alternativen Routen. Cathay Pacific bietet im April zusätzliche Flüge nach London, Paris und Zürich an. Qantas erhöht die Frequenz nach Paris auf fünf Hin- und Rückflüge pro Woche und baut die Strecke Perth–Singapur aus. Singapore Airlines bietet zusätzliche Verbindungen nach London Gatwick und Melbourne an.
Für Reisende bedeutet die Lage erhebliche Planungsunsicherheit. Wer Flüge in den Nahen Osten oder auf die arabische Halbinsel gebucht hat, sollte die Informationen seiner Fluggesellschaft laufend prüfen. Die Aussetzungen reichen je nach Carrier von wenigen Wochen bis zum Jahresende.


