Nahost-Krieg erschüttert Märkte vor US-Jobdaten
Ölpreise auf Wochenhoch, Aktien unter Druck – Anleger zwischen Panik und Hoffnung.

Der Nahostkonflikt dominiert das Marktgeschehen zum Wochenschluss und treibt die Energiepreise auf den höchsten Stand seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. US-amerikanische und europäische Aktien-Futures legten am Freitag dennoch leicht zu, während asiatische Aktien ihre frühen Verluste reduzierten. Auslöser war ein moderater Rückgang der Ölpreise, nachdem die US-Regierung Interventionen am Terminmarkt erwogen hatte.
Der Ölmarkt steuert auf seinen größten Wochengewinn seit über drei Jahren zu. Der anhaltende Krieg im Nahen Osten belastet dabei nicht nur den Energiesektor, sondern beeinträchtigt auch Schifffahrt, Flugverkehr und die globale Geschäftstätigkeit insgesamt. Die Unsicherheit treibt Anleger dazu, restriktivere Zinserwartungen für die großen Zentralbanken einzupreisen – die Anleiherenditen zogen entsprechend an.
US-Präsident Donald Trump sorgte zusätzlich für Aufsehen, indem er erklärte, bei der Entscheidung über das nächste Staatsoberhaupt des Irans ein Mitspracherecht zu beanspruchen. Asiatische Aktien steuern unterdessen auf ihren größten Wochenverlust seit sechs Jahren zu. Die Inflationssorgen rücken damit wieder in den Vordergrund, nachdem sie zuletzt etwas in den Hintergrund getreten waren.
US-Arbeitsmarktdaten im Fokus
Neben dem geopolitischen Lärm stehen am Freitag die US-Nonfarm Payrolls für Februar auf der Agenda. Ökonomen erwarten, dass die größte Volkswirtschaft der Welt rund 59.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen hat – nach 130.000 im Januar. Die Arbeitslosenquote soll stabil bei 4,3 Prozent verharren.
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Zur AktienanalyseDer Bericht wird besonders auf mögliche Anzeichen KI-bedingter Verwerfungen am Arbeitsmarkt untersucht. Analysten achten auf ein schwaches Beschäftigungswachstum, mögliche Netto-Stellenverluste sowie einen unerwünschten Anstieg der Arbeitslosigkeit als Warnsignale. Auch wenn konkrete KI-Effekte noch verfrüht erscheinen mögen, bleibt die Sensibilität der Märkte für schwache Daten hoch.
Im Tagesverlauf sprechen zudem mehrere US-Notenbanker: Fed-Mitglieder Daly, Paulson, Collins und Hammack äußern sich öffentlich. Ihre Aussagen zur Zinspolitik dürften angesichts der neu aufgeflammten Inflationssorgen besonders aufmerksam verfolgt werden.


