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Nahost-Konflikt erschüttert Luftfahrt und treibt Aluminiumpreise

Eskalierender Konflikt im Nahen Osten sorgt für massive Flugausfälle und einen Aluminiumpreisanstieg von über 9 Prozent.

Nahost-Konflikt erschüttert Luftfahrt und treibt Aluminiumpreise

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten trifft die Weltwirtschaft auf zwei Fronten gleichzeitig: Internationale Fluggesellschaften kämpfen mit weitreichenden Betriebsausfällen, während der globale Aluminiummarkt durch beschädigte Produktionsanlagen unter Druck gerät. Wichtige Drehkreuze wie Dubai, Doha, Tel Aviv, Beirut und Riad stehen im Zentrum der Störungen.

Die Lufthansa Group hat Verbindungen in die Region bis zum 24. Oktober ausgesetzt. Air Canada und airBaltic haben Stornierungen bis in den September beziehungsweise Oktober verlängert. Wizz Air hat alle Flüge nach Medina auf unbestimmte Zeit eingestellt, während Norwegian Air geplante Neuverbindungen nach Tel Aviv und Beirut gar nicht erst aufnimmt.

Angesichts des Kapazitätsverlusts reagieren andere Carrier mit strategischen Umstrukturierungen. Cathay Pacific erhöht die Frequenz auf Strecken nach London, Paris und Zürich. Qantas steigert seine Perth-Singapur-Verbindung von täglich auf zehnmal wöchentlich und baut europäische Routen aus. Singapore Airlines ergänzt Kapazitäten auf Strecken nach London Gatwick und Melbourne, um den Ausfall der Singapur-Dubai-Route zu kompensieren.

Aluminiumpreise schießen nach oben

Drohnen- und Raketenangriffe haben am Wochenende bedeutende Produktionsanlagen schwer beschädigt, darunter Bahrain Aluminium und Emirates Global Aluminium. An der London Metal Exchange (LME) sprang der Aluminiumpreis daraufhin um mehr als 4 Prozent auf 3.423 US-Dollar je Tonne. Seit Beginn des Konflikts ist der Preis insgesamt um über 9 Prozent gestiegen.

Der Persische Golf steht für rund 9 Prozent der globalen Aluminiumproduktion. Die weltweiten Lagerbestände befinden sich bereits auf niedrigem Niveau, was den Markt besonders anfällig für Angebotsschocks macht. Experten von ING Economics warnen, dass die Schäden an den Schmelzwerken langfristige Versorgungsdefizite verursachen könnten – selbst wenn sich die geopolitische Lage stabilisiert.

Für industrielle Großverbraucher wie Airbus und Boeing bedeutet das erhebliche Risiken. Der globale Aluminiummarkt wächst jährlich um schätzungsweise 6 Prozent, angetrieben durch die Energiewende in der Automobilindustrie und den steigenden Bedarf für Rechenzentren. Die Kombination aus wachsender Nachfrage und schrumpfendem Angebot verschärft die Lage zusätzlich.

Märkte zwischen Vorsicht und Hoffnung

Der deutsche DAX legte trotz der Unsicherheiten moderat um 0,2 Prozent zu. Vage Berichte über diplomatische Fortschritte stützen die Stimmung: US-Präsident Donald Trump meldete auf seiner Plattform „Truth Social

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