Nahost-Flüge: Airlines nehmen Verbindungen wieder auf, Störungen bleiben
Nach US- und israelischen Angriffen auf den Iran nehmen immer mehr Fluggesellschaften ihre Nahost-Verbindungen schrittweise wieder auf.

Immer mehr internationale Fluggesellschaften nehmen ihre Verbindungen in den Nahen Osten wieder auf – doch die Lage bleibt uneinheitlich. Auslöser der weitreichenden Flugunterbrechungen waren Konflikte infolge von US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran. Viele Anbieter halten ihre Aussetzungen weiterhin aufrecht oder haben die Wiederaufnahme auf spätere Termine verschoben.
Besonders stark betroffen sind Ziele wie Dubai, Tel Aviv, Beirut, Riad und Doha. Während einige Fluggesellschaften bereits wieder fliegen, planen andere erst im Herbst oder Winter eine Rückkehr in die Region. Ein vollständiger Überblick zeigt die erheblichen Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern.
Europäische Fluggesellschaften im Überblick
Air France hat ihre Flüge nach Dubai bereits am 8. Juli wieder aufgenommen, nach Riad am 6. Juni und nach Tel Aviv am 3. Juli. Die Verbindung nach Beirut bleibt hingegen bis zum 20. Juli ausgesetzt. Damit gehört Air France zu den aktiveren Anbietern bei der Wiederaufnahme des Betriebs.
Die Lufthansa-Gruppe zeigt ein deutlich vorsichtigeres Bild: Lufthansa und SWISS halten die Aussetzung der Dubai-Flüge bis zum 13. September aufrecht. Darüber hinaus haben Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines und Brussels Airlines ihre Flüge nach Abu Dhabi, Amman, Beirut, Dammam, Riad, Erbil, Maskat und Teheran bis zum 24. Oktober ausgesetzt. Brussels Airlines hat den Betrieb insgesamt bis zum 24. Oktober eingestellt. Lediglich der Lufthansa-Ableger Eurowings plant eine frühere Rückkehr: Die Billigfluggesellschaft will die Flüge nach Tel Aviv bereits am 10. Juli wieder aufnehmen und erwartet, die verbleibenden Nahost-Ziele im Herbst wieder anzufliegen.
British Airways, die zur IAG-Gruppe gehört, hat die Wiederaufnahme ihrer Flüge nach Doha auf den 1. August und nach Riad auf den 8. August verschoben. Flüge nach Dubai, Tel Aviv, Bahrain und Amman sind bis zum Ende der Sommersaison unterbrochen und sollen am 25. Oktober wieder aufgenommen werden. Dabei plant die Airline, die Kapazitäten auf den Verbindungen nach Dubai, Doha, Riad und Tel Aviv auf jeweils einen täglichen Flug zu reduzieren, während Dschidda als Ziel ganz gestrichen wird.
Nordamerikanische und asiatische Carrier
Die kanadische Fluggesellschaft Air Canada hat die Flüge nach Tel Aviv und Dubai bis zum 24. Oktober gestrichen. Die US-amerikanische Delta Air Lines hat den Betrieb auf der Strecke Atlanta–Tel Aviv bis zum 18. Dezember eingestellt. Die Wiederaufnahme der Verbindung New York-JFK nach Tel Aviv ist für den 6. September geplant, während der für Ende Oktober vorgesehene Start der Strecke Boston–Tel Aviv bis auf Weiteres verschoben wurde.
Aus Asien melden ebenfalls mehrere Fluggesellschaften Einschränkungen. Japan Airlines hat die Linienflüge zwischen Tokio und Doha bis zum 31. August sowie in der Gegenrichtung bis zum 1. September ausgesetzt. Eine Fluggesellschaft aus Hongkong plant, ihre Verbindungen nach Dubai und Riad ab dem 1. September wieder aufzunehmen. Singapore Airlines hat die Aussetzung ihrer Flüge zwischen Singapur und Dubai bis zum 2. August verlängert und gleichzeitig die Kapazitäten auf den Strecken nach London Gatwick und Melbourne erhöht, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden.
Weitere betroffene Fluggesellschaften
Die finnische Fluggesellschaft Finnair hat ihre Flüge nach Doha bis zum 2. Oktober gestrichen und meidet weiterhin den Luftraum von Irak, Iran, Syrien und Israel. Die Winterverbindung nach Dubai soll im Oktober wieder aufgenommen werden. Griechenlands größte Fluggesellschaft hat ihre Flüge nach Dubai bis zum 31. August sowie nach Erbil und Bagdad bis zum 30. September gestrichen.
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Zur AktienanalyseKLM hat die Flüge nach Riad, Dammam und Dubai bis zum 23. August ausgesetzt. ITA Airways hat die Aussetzung ihrer Flüge nach Riad bis zum 31. Juli und nach Dubai bis zum 24. Oktober verlängert. Die polnische Fluggesellschaft LOT plant, ihre Winterroute nach Dubai ab Oktober zu bedienen und die Flüge nach Beirut erst im Sommerflugplan 2027 wieder aufzunehmen.
SunExpress, das Gemeinschaftsunternehmen von Turkish Airlines und Lufthansa, hat die Verbindung Izmir–Dubai bereits am 7. Juli wieder aufgenommen und plant die Wiederaufnahme der Strecke Antalya–Dubai für den 15. Juli. Die Flüge nach Bahrain, Beirut und Erbil sind bis zum 14. Juli gestrichen. Ein weiterer europäischer Billigflieger hat Flüge von Zielen auf dem europäischen Festland nach Dubai, Abu Dhabi und Amman bis Mitte September ausgesetzt.
Die Lage im Nahen Osten bleibt für die Luftfahrtbranche damit weiterhin eine erhebliche Herausforderung. Reisende sollten vor geplanten Flügen in die Region unbedingt den aktuellen Status bei ihrer jeweiligen Fluggesellschaft prüfen, da sich die Situation laufend verändert.


