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Nahost-Eskalation erschüttert Märkte – DAX verliert 2,5 Prozent

Militärische Spannungen zwischen USA, Israel und Iran lösen globale Marktturbulenzen aus – Energie- und Rüstungsaktien profitieren massiv.

Nahost-Eskalation erschüttert Märkte – DAX verliert 2,5 Prozent

Geopolitische Schockwellen haben die globalen Finanzmärkte am Montag erfasst. Wechselseitige Militärschläge zwischen den USA, Israel und dem Iran – darunter berichten über den Tod des iranischen Obersten Führers Ayatollah Ali Chamenei – haben die Risikobereitschaft der Anleger weltweit abrupt gedämpft. Der deutsche DAX verlor in der Frühphase 2,5 Prozent, der französische CAC 40 gab 2 Prozent nach, und der britische FTSE 100 fiel um 1,4 Prozent.

Besonders dramatisch reagierten die Energiemärkte. Brent-Rohöl-Futures sprangen um rund 8,7 Prozent auf knapp 79,18 US-Dollar je Barrel – das höchste Niveau seit Januar 2025. Hintergrund sind Befürchtungen über mögliche Unterbrechungen der Schifffahrt durch die Straße von Hormuz, durch die täglich rund ein Fünftel der weltweiten Ölnachfrage transportiert wird. JPMorgan-Analysten warnten, dass Brent bei anhaltenden Störungen über drei Wochen in den Bereich von 100 bis 120 Dollar steigen könnte. Reedereien wie MSC und Maersk suspendierten Buchungen in der Region.

Deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche rief zur Ruhe auf. Deutschland beziehe Öl primär aus Kasachstan, Norwegen und den USA, schloss jedoch Preissteigerungen im Inland nicht aus.

Rüstungsaktien als klare Gewinner

Während breite Aktienindizes unter Druck standen, verzeichneten europäische Rüstungskonzerne kräftige Kursgewinne. BAE Systems legte 7,9 Prozent zu, das schwedische Unternehmen Saab und der französische Konzern Thales stiegen jeweils um 6,1 Prozent. Das deutsche Unternehmen Hensoldt gewann 5,2 Prozent, Rheinmetall kletterte um 3,5 Prozent. Citi-Analyst Charles Armitage hob insbesondere Unternehmen im Bereich Luftverteidigungssysteme als attraktiv hervor. US-Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin und Northrop Grumman verbuchten im vorbörslichen Handel Gewinne von rund 5 Prozent.

Airlines und Luxusgüteraktien gehörten zu den größten Verlierern. Laut Daten von Circium wurden über 50 Prozent der Flüge in die Nahost-Region gestrichen. Der deutsche Reisekonzern TUI AG verlor in Europa 9,3 Prozent. Auch Luxusmarken gaben nach, da Anleger eine geringere Nachfrage aus der arabischen Welt einpreisten.

Als klassische Sicherheitshäfen gewannen Gold und der US-Dollar an Wert. US-Staatsanleiherenditen stiegen leicht – ungewöhnlich für ein Risk-off-Umfeld – was auf Inflationssorgen hindeutet. JPMorgan-Analysten empfahlen dennoch einen antizyklischen Ansatz und sahen die Eskalation als „Gelegenheit zum Aufstocken

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