Nachbörsliche Kursbewegungen: FedEx, Cerebras und Worthington unter Druck
Nach Börsenschluss sorgten FedEx, Cerebras und Worthington Enterprises mit schwachen Zahlen für deutliche Kursverluste.

Der US-Aktienmarkt erlebte nach Börsenschluss am 23. Juni 2026 eine Reihe markanter Kursbewegungen. Mehrere Unternehmen veröffentlichten Quartalsergebnisse, die teils deutlich von den Erwartungen der Analysten abwichen – mit entsprechenden Reaktionen an der Börse.
FedEx gehörte zu den größten Verlierern des Abends. Die Aktien des Logistikkonzerns gaben um rund 6% nach, obwohl der Umsatz im vierten Quartal die Erwartungen der Wall Street knapp übertroffen hatte. FedEx wies einen Quartalsumsatz von 25,01 Milliarden US-Dollar aus – leicht über den von LSEG befragten Analysten prognostizierten 24,04 Milliarden Dollar. Dennoch reagierten Anleger offenbar enttäuscht, was auf weitere Faktoren hinter den Zahlen hindeutet.
Cerebras mit starkem Kursrückgang nach erstem Quartalsbericht
Noch deutlicher fiel der Rückgang beim Halbleiterunternehmen Cerebras aus. Die Aktie verlor 8%, nachdem das Unternehmen seinen ersten Quartalsbericht seit dem Börsengang im Mai vorgelegt hatte. Cerebras meldete für das erste Quartal einen Verlust von 22 Cent pro Aktie bei einem Umsatz von 193,4 Millionen US-Dollar. Besonders belastend wirkte der Ausblick: Die Kernbruttomarge soll im zweiten Quartal auf 36% bis 38% sinken – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 46,5% im ersten Quartal.
Worthington Enterprises verzeichnete den prozentual stärksten Rückgang des Abends. Der Industriehersteller verlor fast 10%, nachdem die Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal die Erwartungen klar verfehlt hatten. Das Unternehmen wies einen bereinigten Gewinn von 97 Cent pro Aktie bei einem Umsatz von 371,5 Millionen Dollar aus. Von FactSet befragte Analysten hatten hingegen einen Gewinn von 1,06 Dollar pro Aktie sowie einen Umsatz von 386,5 Millionen Dollar erwartet – in beiden Kennzahlen blieb Worthington damit spürbar hinter den Prognosen zurück.
KB Home und Nike mit moderaten Gewinnen
Auf der Gewinnerseite stach KB Home hervor. Das US-amerikanische Bauunternehmen legte um 2% zu, nachdem es für das zweite Geschäftsquartal einen Umsatz von 1,11 Milliarden Dollar gemeldet hatte – minimal über den von LSEG prognostizierten 1,10 Milliarden Dollar. Allerdings enttäuschte der Gewinn je Aktie: Mit 43 Cent lag er unter den erwarteten 45 Cent.
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Zur AktienanalyseNike verbuchte ebenfalls ein leichtes Plus von 1%. Der Sportartikelhersteller gab bekannt, dass Finanzvorstand Matthew Friend das Unternehmen verlassen wird. Mit Wirkung zum 17. August übernimmt David Denton den CFO-Posten – er wechselt von Pfizer, wo er derzeit als Finanzvorstand tätig ist. Zusätzlich teilte Nike mit, dass die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026, die am kommenden Dienstag veröffentlicht werden, einen Vorteil aus Zollrückerstattungen enthalten werden. Diese waren in der zuvor abgegebenen Prognose des Unternehmens noch nicht berücksichtigt worden.
Die nachbörslichen Bewegungen zeigen einmal mehr, wie sensibel der Markt auf Quartalsergebnisse und Unternehmensausblicke reagiert. Besonders Cerebras und Worthington Enterprises mussten für verfehlte Erwartungen und schwache Prognosen mit deutlichen Kursabschlägen büßen, während positive Überraschungen bei KB Home und Nike nur zu moderaten Gewinnen führten.


