Nach der Wahl: Brasilianer noch immer auf den Straßen
Weil ihnen das Ergebnis der Wahl, bei der Lula gegen Bolsonaro gewonnen haben soll, suspekt ist, demonstrieren viele Menschen in Brasilien

Der Vorsprung ist knapp: Bei der Stichwahl um das Präsidentenamt in Brasilien hat sich Herausforderer und ehemaliger Präsident Lula da Silva gegen Amtsinhaber Jair Bolsonaro mit 50,9 Prozent der Stimmen durchgesetzt. Während unter Lulas Anhängern überall im Land Jubel ausbrach, ist das Ergebnis der gegnerischen Seite suspekt. Das kommt nicht von ungefähr; zu auffällig sind die Ungereimtheiten.
Bilder und Videos von den Demonstrationen findet man fast ausschließlich in "alternativen" Medien und sozialen Netzwerken, etwa Twitter.
Viele lokale Medien hatten den – einst wegen Korruption verhafteten – Lula schon lange vor der Wahl zum Sieger erklärt. Dann jedoch wurden im ersten Wahlgang von den über 156 Millionen zur Wahl berechtigten Brasilianer nur rund 57 Millionen für den Linksaußen ausgezählt. Das waren zwar mehr als für Bolsonaro (51 Millionen), aber bereits in diesem ersten Wahlgang fiel auf, dass es ungewöhnlich viele »ungültige« Stimmen gab (mehr als 5,44 Millionen).
In der Stichwahl stieg die Zahl der als ungültig deklarierten Stimmen noch einmal stark. 124,2 Millionen Brasilianer stimmten ab; fast 5,8 Millionen Stimmen sollen ungültig gewesen sein. Zum Vergleich: bei der Bundestagswahl 2021 wurden nur 0,9 Prozent der Stimmen als ungültig deklariert.
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Zur AktienanalyseIndes teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag mit, dass es heute, 9. November, einen Bericht über die Inspektion des elektronischen Wahlsystems, die vom Team der Militärtechniker der Streitkräfte durchgeführt wurde, an das Oberste Wahlgericht (TSE) senden wird. Bereits kurz nach der Wahl hatte der brasilianische Bundesrechnungshof (TCU) das Verteidigungsministerium um einen solchen Bericht gebeten, wie Reuters berichtete.


