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Mutares plant Börsengang von Steyr Motors

Spezialmotorenbauer profitiert von Rüstungsaufträgen und wachsendem Umsatz

Mutares plant Börsengang von Steyr Motors

Der Münchner Finanzinvestor Mutares plant, den österreichischen Spezialmotorenbauer Steyr Motors im Herbst dieses Jahres an die Frankfurter Börse zu bringen. Dabei soll die Bank Hauck & Aufhäuser sowohl neue als auch bestehende Aktien in einer Privatplatzierung an Investoren vermitteln. Steyr Motors, ansässig in Oberösterreich, produziert Dieselmotoren, die für den Einsatz in Militärfahrzeugen, Booten sowie als Hilfsaggregate für Kampfpanzer und Lokomotiven verwendet werden können. Mutares machte keine Angaben zur erwarteten Bewertung oder zum Erlös, erklärte jedoch, dass der Investor die Mehrheit an Steyr Motors behalten wolle. Die geplante Börsennotierung soll im "Scale"-Segment der Frankfurter Börse erfolgen, das auf kleinere und mittlere Unternehmen ausgerichtet ist.

Vor knapp zwei Jahren hatte Mutares Steyr Motors vom französischen Rüstungskonzern Thales übernommen, der das Unternehmen 2018 nach einer Insolvenz übernommen hatte. Seitdem hat sich Steyr Motors, nach einem Stellenabbau, stark erholt und profitiert aktuell von einer Sonderkonjunktur. In den ersten neun Monaten des Jahres 2024 erzielte das Unternehmen 60 Prozent seines Umsatzes von 30 Millionen Euro in der Rüstungsbranche. Für das gesamte Jahr 2024 erwartet Steyr Motors mit seinen über 100 Mitarbeitern einen Umsatz von 41 bis 45 Millionen Euro und ein bereinigtes Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von neun bis elf Millionen Euro.

Mutares steht derzeit unter Druck, da Ende September der Leerverkäufer Gotham City Research einen kritischen Bericht über den Investor veröffentlichte. Dieser führte zu einem zwischenzeitlichen Kursrückgang der im Kleinwerteindex SDax notierten Mutares-Aktie um bis zu 25 Prozent. Die Aktie konnte sich jedoch inzwischen wieder deutlich erholen. Der Auftragsbestand von Steyr Motors liegt bei 150 Millionen Euro und sichert die Auslastung des Unternehmens in den kommenden Jahren weitgehend ab.

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