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Musk vor dem Aus im Weißen Haus

Wahlniederlagen, sinkende Zustimmung und Trumps Ungeduld setzen dem Milliardär zu

 Musk vor dem Aus im Weißen Haus

Elon Musk steht offenbar kurz davor, seinen Posten als Berater von US-Präsident Donald Trump aufzugeben. Laut einem Bericht des Magazins „Politico“ wird seine Zeit im engsten Kreis der Regierung bald enden. Hintergrund sind mehrere Wahlniederlagen, bei denen Musks Einfluss als nachteilig für die Republikaner gewertet wird. Insbesondere die Abstimmung in Wisconsin sorgte für Aufsehen. Dort gewann die von den Demokraten unterstützte Kandidatin mit rund zehn Prozentpunkten Vorsprung. Dabei hatte Musk zuvor intensiv Wahlkampf für den republikanischen Favoriten betrieben.

In den Tagen vor der Wahl hatte Musk erneut Millionen aus seinem Vermögen in den Wahlkampf investiert und sich auch öffentlich engagiert. Neben finanziellen Mitteln setzte er auf ungewöhnliche Maßnahmen wie die Verlosung hoher Geldsummen unter Wählern. Zudem trat er mehrmals bei Wahlkampfveranstaltungen auf. Dennoch konnte er eine deutliche Niederlage der Republikaner in Wisconsin nicht verhindern. Auch in Florida, wo Nachbesetzungen im Kongress zur Wahl standen, mussten die Republikaner trotz Siegen Einbußen hinnehmen. Die Vorsprünge in den traditionell republikanischen Wahlkreisen schrumpften merklich.

Der Supreme Court von Wisconsin, um dessen Besetzung es ging, hat eine besondere Bedeutung, da er über den Zuschnitt der Wahlkreise im Bundesstaat entscheidet. Diese Entscheidung könnte bei den nächsten Zwischenwahlen eine wichtige Rolle spielen, wenn es um die Mehrheitsverhältnisse im US-Repräsentantenhaus geht. Entsprechend hoch war das Interesse an diesem Wahlkampf. Musks Auftreten hatte jedoch nicht den erhofften Effekt, sondern erwies sich als Nachteil für die Republikaner. Auch in der Öffentlichkeit stießen seine Methoden zunehmend auf Kritik.

Musks Popularität hat in den vergangenen Monaten deutlich gelitten. Demokraten nutzten die Stimmung und machten ihn zu einem zentralen Ziel ihrer Kampagne. Mit Slogans wie „Stoppt Musk“ gelang es ihnen, Wähler zu mobilisieren. Beobachter registrieren, dass Musk mittlerweile mehr Gegner als Unterstützer hinter sich versammelt. Im Weißen Haus ist diese Entwicklung nicht unbemerkt geblieben. Präsident Trump, der in der Vergangenheit oft nachsichtig mit Verfehlungen seiner Vertrauten umging, reagiert empfindlich auf politische Niederlagen. Musks Engagement im Wahlkampf wird dort nun als Belastung gewertet. Hinzu kommt, dass Musks Position ohnehin nur zeitlich begrenzt angelegt war. Trotz aller Überlegungen, diese Frist zu verlängern, scheint Trumps Entscheidung gefallen. Ein Abschied Musks aus dem Umfeld des Präsidenten steht offenbar kurz bevor.

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