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Musk droht mit Ryanair-Übernahme – O'Leary kontert

Der Streit zwischen Elon Musk und Ryanair-Chef Michael O'Leary eskaliert. Nach gescheiterten Starlink-Verhandlungen droht der Tesla-CEO mit einer Übernahme der irischen Billigfluggesellschaft.

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Musk droht mit Ryanair-Übernahme – O'Leary kontert

Ein öffentlicher Schlagabtausch zwischen Tech-Milliardär Elon Musk und Ryanair-Chef Michael O'Leary sorgt für Schlagzeilen. Der Konflikt entzündete sich, nachdem O'Leary die Ausstattung der Ryanair-Flotte mit Musks Starlink-Internetdienst definitiv ausschloss.

Persönliche Attacken auf Social Media

Der für seine direkte Art bekannte O'Leary bezeichnete Musk als "Idioten", woraufhin der US-Milliardär den Airline-Chef als "unerträglichen Buchhalter" abstempelte. Musk ging noch weiter und schlug vor, Europas größte Fluggesellschaft nach Passagierzahlen zu kaufen und "jemanden, dessen tatsächlicher Name Ryan ist, mit der Leitung zu betrauen". In einer Umfrage auf X stimmten rund drei Viertel seiner Follower für den Plan.

EU-Regeln verhindern Übernahme

O'Leary reagierte auf der Pressekonferenz gelassen und verwies auf EU-Vorschriften zur Beschränkung ausländischen Eigentums an Fluggesellschaften, die eine Übernahme ausschließen würden. "Wenn er in Ryanair investieren möchte, halten wir das für eine sehr gute Investition, sicherlich eine deutlich bessere Investition als die finanziellen Renditen, die er mit X erzielt", konterte O'Leary und spielte damit auf die schwache Performance von Musks Social-Media-Plattform an.

Positive Auswirkungen auf Buchungen

Die öffentliche Fehde scheint Ryanair sogar zu nutzen. O'Leary berichtete von einem "wunderbaren Schub" bei den Buchungen. "Sie sind in den letzten fünf Tagen um etwa 2% oder 3% gestiegen, was angesichts unseres Volumens ein sehr bedeutender Schub ist", erklärte der Airline-Chef.

Gescheiterte Starlink-Verhandlungen

Der Streit wurzelt in gescheiterten Verhandlungen über die Installation von Starlink-WLAN in Ryanair-Jets. O'Leary führte 12 Monate lang Gespräche, doch die Kosten waren für das auf Sparsamkeit bedachte Geschäftsmodell der Airline zu hoch. Die Parteien waren sich uneinig über die Zahlungsbereitschaft der Passagiere: Während Starlink-Mitarbeiter von 90% ausgingen, schätzt Ryanair die Quote auf unter 10%.

Zudem würde die benötigte Antenne durch zusätzlichen Luftwiderstand die Treibstoffkosten erhöhen. O'Leary bezifferte die jährlichen Mehrkosten auf bis zu 250 Millionen Dollar. Die Ryanair-Aktie zeigte sich von der Fehde unbeeindruckt, was darauf hindeutet, dass Investoren Musks Übernahmedrohung nicht ernst nehmen.

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