Musk droht Abgeordneten wegen neuem Steuergesetz
Der Milliardär stellt eigene Partei in Aussicht und attackiert Trump öffentlich auf X.

Elon Musk hat mit scharfen Worten und politischen Drohungen auf das von US-Präsident Donald Trump forcierte Steuer- und Ausgabengesetz reagiert. In mehreren Beiträgen auf der Plattform X kritisierte der Tech-Milliardär insbesondere Kongressabgeordnete, die trotz vorheriger Ankündigungen zur Ausgabendisziplin für das umfassende Gesetz gestimmt hätten. Er warf ihnen vor, die größte Schuldenerhöhung in der Geschichte zu unterstützen, und kündigte an, sich für deren Abwahl in den kommenden Vorwahlen einzusetzen.
In einem weiteren Beitrag warf Musk dem politischen Establishment eine parteiübergreifende Gleichförmigkeit vor. Er sprach von einer „Einheitspartei“ aus Demokraten und Republikanern und erklärte, das Land benötige eine echte Alternative. Sollte das Gesetz tatsächlich verabschiedet werden, werde er am folgenden Tag eine neue politische Bewegung mit dem Namen „America Party“ gründen. Bereits in der Vergangenheit hatte Musk die Idee einer Partei der politischen Mitte ins Spiel gebracht, nun wurde er deutlicher in seiner Absicht.
Der Streit über das Gesetz hat die Spannungen zwischen Trump und Musk erneut verschärft. Die beiden waren in den vergangenen Monaten wiederholt aneinandergeraten, doch die Debatte um das Steuer- und Ausgabengesetz brachte die Auseinandersetzung auf eine neue Eskalationsstufe. Während Trump das Gesetz als zentralen Bestandteil seiner innenpolitischen Agenda verteidigt, kritisiert Musk es als nicht weitreichend genug bei der Begrenzung staatlicher Ausgaben.
Aktuell wird das Gesetz im US-Senat verhandelt. Sollte es dort eine Mehrheit finden, müsste es noch durch das Repräsentantenhaus gehen. Präsident Trump setzt sich mit Nachdruck für eine rasche Verabschiedung ein und erhöht dabei auch den Druck auf parteiinterne Kritiker. Vor allem konservative Republikaner, die sich traditionell für eine restriktive Haushaltspolitik einsetzen, äußern Bedenken. Wie Musk monieren sie, dass das Gesetz hinter den Erwartungen an effektive Kürzungen zurückbleibt.
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Zur AktienanalyseDie politische Dimension der Auseinandersetzung könnte weitreichende Folgen für die republikanische Partei haben. Musk kündigte offen an, gegen widersprüchlich abstimmende Abgeordnete vorzugehen – ein Schritt, der den parteiinternen Wahlkampf erheblich beeinflussen könnte. Seine Andeutungen über eine neue Partei lassen zudem erahnen, dass der Milliardär seine politische Rolle künftig weiter ausbauen will.


