Musk dementiert Tesla-SpaceX-Fusion und China-Abspaltungspläne
Elon Musk bezeichnet WSJ-Bericht über Trennung vom China-Geschäft als „Fake News" – doch Spekulationen bleiben.

Elon Musk hat Berichte über eine mögliche Abspaltung des Tesla-China-Geschäfts scharf zurückgewiesen. Das „Wall Street Journal" hatte berichtet, einige Tesla-Manager seien angewiesen worden, sich auf eine Trennung vom China-Geschäft vorzubereiten – als Vorbereitung für eine mögliche Fusion mit Musks Raumfahrtfirma SpaceX. Musk bezeichnete dies auf seiner Plattform X als „Fake News".
Das WSJ berief sich auf eine informierte Person und berichtete zudem, Berater hätten über Optionen wie eine Abspaltung, einen Verkauf oder eine Schließung des China-Geschäfts diskutiert. Der entsprechende Beitrag, auf den Musk reagierte, wurde später gelöscht. Für Tesla-Aktionäre sind das dennoch relevante Informationen – schließlich stammt mehr als die Hälfte der weltweiten Tesla-Produktion aus dem Werk in Shanghai.
Musk lässt Fusionsfrage offen
Die Spekulationen über einen möglichen Zusammenschluss von Tesla und SpaceX sind nicht neu. Bei der jüngsten Präsentation der Tesla-Quartalszahlen räumte Musk selbst Überschneidungen zwischen den Unternehmen ein – um dann zu erklären, über eine Firmenzusammenlegung könne man in einer Telefonkonferenz zu Quartalszahlen nicht sprechen. „Das muss mit einem angemessenen Verfahren gemacht werden", sagte er. Anschließend übergab er das Wort an Chefjustiziar Brandon Ehrhart, der gemeinsame Projekte wie den Bau einer Chipfabrik namens Terafab hervorhob.
Der Grund, warum das China-Geschäft einer Fusion im Wege stehen würde, liegt auf der Hand: SpaceX ist ein zentraler Partner der US-Regierung und führt Raketenstarts auch für das Militär durch. Zudem spielt das Unternehmen eine Schlüsselrolle im neuen US-Mondprogramm. Eine enge Verflechtung mit China wäre mit diesen Regierungsaufträgen kaum vereinbar. Das WSJ ergänzte, Musk habe das China-Geschäft bereits so strukturiert, dass es im Falle geopolitischer Spannungen zwischen Washington und Peking abgetrennt werden könnte.
Grünheide: Tesla baut Produktion schrittweise aus
Während die Fusionsdebatte die Schlagzeilen dominiert, läuft im Werk Grünheide bei Berlin der operative Ausbau auf Hochtouren. „Die ersten 1.000 Mitarbeiter für die erste Phase des Hochlaufs von 5.000 auf 6.200 Fahrzeuge pro Woche sind bereits eingestellt", teilte eine Tesla-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. Ab September soll die Rekrutierung der nächsten 1.000 Beschäftigten starten, um die Produktion ab Oktober auf 7.500 Fahrzeuge pro Woche auszuweiten – rechnerisch rund 375.000 Fahrzeuge im Jahr.
Tesla hatte ursprünglich eine Jahresproduktion von 500.000 Autos in Grünheide angepeilt, die mit einem weiteren Ausbau auf eine Million verdoppelt werden sollte. Dieser Ausbauplan lag zwischenzeitlich auf Eis. Im April kündigte Tesla angesichts gestiegener Nachfrage an, die Produktion nun schrittweise wieder hochzufahren.
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Zur AktienanalyseSpaceX-Aktie unter Ausgabepreis
SpaceX ging im Juni an die Börse und erzielte dabei – getragen von Musks KI-Zukunftsversprechen – einen Rekorderlös von rund 75 Milliarden Dollar. Doch nach anfänglichen Kursgewinnen notiert die SpaceX-Aktie inzwischen deutlich unter dem Ausgabepreis. Bei SpaceX hält Musk dank höherer Beteiligung und Aktien mit mehr Stimmrechten die vollständige Kontrolle – eine Position, die er bei Tesla seit Jahren anstrebt.
SpaceX hat bereits Musks KI-Firma xAI übernommen, in die zuvor die Online-Plattform X eingebracht worden war. Musk verfolgt das erklärte Ziel, Tesla vom klassischen Autoverkauf auf selbstfahrende Robotaxis und humanoide Roboter auszurichten. In beiden Bereichen hinkt das Unternehmen jedoch seinen eigenen ambitionierten Ankündigungen noch hinterher.


