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Musk attackiert Trumps Wirtschaftsberater öffentlich

Hintergrund ist ein Streit um Zölle und Teslas Abhängigkeit von Importteilen

 Musk attackiert Trumps Wirtschaftsberater öffentlich

Elon Musk hat seine Auseinandersetzung mit dem ehemaligen Trump-Berater Peter Navarro öffentlich verschärft. Auf seiner Plattform X bezeichnete der Tesla-Chef den 75-jährigen Ökonomen unter anderem als „dümmer als ein Sack Ziegel“ und warf ihm vor, trotz Harvard-Abschlusses in Verwaltungswissenschaften keine Kompetenz in wirtschaftspolitischen Fragen zu besitzen. Die Wortwahl Musks reiht sich ein in eine länger schwelende Kontroverse über die von Donald Trump eingeführten Einfuhrzölle, für die Navarro maßgeblich verantwortlich gemacht wird.

Navarro hatte zuvor nahegelegt, dass Tesla von den neuen Handelshemmnissen besonders betroffen sei, da der Elektroautobauer auf die Einfuhr günstiger Komponenten aus dem Ausland angewiesen sei. In einem Fernsehinterview sagte Navarro, Tesla sei im Kern kein klassischer Autohersteller, sondern lediglich ein Montagebetrieb, der Fahrzeuge aus Teilen internationaler Zulieferer zusammenbaue. Diese Aussage stieß bei Musk auf deutliche Ablehnung. Er verwies darauf, dass Tesla den höchsten Anteil an US-Inhalt in seinen Fahrzeugen aufweise.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg hatte es innerhalb der US-Regierung über mehrere Wochen hinweg Diskussionen über die konkrete Ausgestaltung der Zölle gegeben. Letztlich wurde das von Navarro vorgeschlagene Modell umgesetzt, bei dem das Handelsministerium die Zölle auf Basis bilateraler Handelsdefizite berechnete. Inzwischen hat Präsident Trump weitere Einfuhrabgaben in Höhe von 50 Prozent auf Waren aus China angekündigt. Diese traten zwei Tage nach der Verkündung in Kraft.

Auch das Weiße Haus äußerte sich zu dem Schlagabtausch zwischen Musk und Navarro. Regierungssprecherin Karoline Leavitt erklärte in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNBC, die derzeitige Regierung sei die transparenteste in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Meinungsverschiedenheiten würden offen ausgetragen. In einer anschließenden Pressekonferenz ergänzte sie, dass „Jungs eben Jungs bleiben“ und man ihnen ihren öffentlichen Streit gewähren werde.

Berichten zufolge hatte Musk am Wochenende versucht, Trump von einer Abschwächung der Einfuhrzölle zu überzeugen, war damit jedoch gescheitert. Branchenexperten gehen davon aus, dass Tesla im Vergleich zu anderen US-Autoherstellern weniger stark von den Strafzöllen betroffen sein wird. Diese seien in größerem Umfang auf internationale Zulieferungen und den Import fertiger Fahrzeuge angewiesen. Eine sinkende Konsumbereitschaft könnte jedoch auch Tesla belasten.

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