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MSCI World Alternative: Diese 4 globalen ETFs reduzieren US-Risiken

Der MSCI World besteht zu 71% aus US-Aktien und wirkt mit einem KGV von 26 teuer. Vier alternative Welt-ETFs bieten bessere Diversifikation und niedrigere Bewertungen für risikobewusste Anleger.

MSCI World Alternative: Diese 4 globalen ETFs reduzieren US-Risiken

Der klassische MSCI World ETF gilt als Standardlösung für globale Aktieninvestments. Doch mit 71 Prozent US-Anteil und 1.316 enthaltenen Aktien ist er faktisch ein Amerika-Index. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei einem KGV von 26 und einem KBV von 3,9 – Werte, die auf hohe Erwartungen und entsprechende Korrekturrisiken hindeuten.

Value-Strategie: iShares Edge MSCI World Value Factor ETF

Dieser ETF setzt auf unterbewertete Aktien mit Aufholpotenzial. Von den 399 enthaltenen Titeln stammen nur 43 Prozent aus den USA. Das durchschnittliche KGV liegt bei attraktiven 15. Allerdings dominiert auch hier der Technologiesektor mit 30 Prozent.

Zu den Top-Positionen zählen Micron Technology, Cisco, Intel, Qualcomm und Toyota. Weitere wichtige Sektoren sind Finanzen (16%), Industrie (10%) sowie Gesundheit und nicht-zyklischer Konsum (je 9%). Als Beimischung zum MSCI World eignet sich dieser ETF besonders in der aktuellen Marktphase, in der Value-Titel wieder gefragt sind.

Gleichgewichtung: VanEck World Equal Weight ETF

Radikaler geht der VanEck-Ansatz vor: Alle Aktien werden gleichgewichtet, keine Position übersteigt ein Prozent. Unter den Top Ten finden sich SK Hynix, Micron Technology, Lam Research, Advantest, Siemens Energy und Softbank – alles Titel außerhalb der MSCI-World-Spitzengruppe.

Der US-Anteil liegt bei moderaten 37 Prozent, der Technologiesektor macht 22 Prozent aus. Mit einem KGV von 18 und KBV von 2,6 sind die Bewertungen moderat. Das Klumpenrisiko wird eliminiert, allerdings gibt es kaum Überschneidungen zum klassischen MSCI World.

Fundamentaldaten-Fokus: Invesco FTSE RAFI All World 3000

Dieser ETF gewichtet nach Unternehmensleistung statt reiner Marktkapitalisierung. Kriterien sind Gewinn, Cashflow und Dividende. Das Ergebnis: Ein KGV von nur 13 und eine Dividendenrendite von 2,9 Prozent.

Der USA-Anteil beträgt 51 Prozent, gefolgt von Japan (8%) und Großbritannien (4,5%). Selbst Tech-Giganten wie Microsoft, Apple, Amazon und Alphabet haben jeweils unter ein Prozent Gewicht. Auch JP Morgan, Exxon Mobil und Berkshire Hathaway bleiben unter dieser Marke. Als vollständige MSCI-World-Alternative geeignet, als Beimischung zu viele Überschneidungen.

USA-frei: Xtrackers MSCI World ex USA ETF

Die konsequenteste Lösung streicht die USA komplett. Der ETF mit 780 Aktien aus Industrieländern eliminiert Dollar-, Klumpen- und Tech-Risiken auf einen Schlag. Im Einjahresvergleich übertrifft er aktuell den klassischen MSCI World.

Japan führt mit 20 Prozent, gefolgt von Großbritannien und Kanada (je 12%). Aus Europa spielen Frankreich, Schweiz und Deutschland zentrale Rollen. Die Branchenverteilung ist ausgewogen: Finanzen dominieren mit 26 Prozent, Industrie mit 18 Prozent, IT kommt nur auf 8 Prozent.

Selbst Schwergewichte wie ASML, SAP, HSBC, Nestlé oder Novartis haben unter zwei Prozent Gewicht. Mit einem KGV von 16 und KBV von 2 liegt die Bewertung deutlich unter dem MSCI World. Die jährlichen Kosten betragen moderate 0,15 Prozent bei einem Fondsvolumen von 3,38 Milliarden Euro.

Fazit: Diversifikation senkt Risiken

Anleger mit bestehendem MSCI-World-Investment können durch diese Alternativen ihre US-Abhängigkeit reduzieren. Der Xtrackers ex-USA-ETF eignet sich ideal als Ergänzung, während die anderen drei Varianten je nach Anlagestrategie als vollständige Alternative oder Beimischung in Frage kommen. Unter 145 verfügbaren Welt-Aktien-ETFs bieten diese vier Optionen überzeugende Diversifikationsvorteile.

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