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MSC visiert HHLA-Übernahme an

MSC legt konkretes Kaufangebot vor; Entscheidung der Aktionäre steht aus

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MSC visiert HHLA-Übernahme an

Die Großreederei MSC hat ihr Übernahmeangebot für den Hamburger Hafenlogistiker HHLA offiziell bekannt gegeben. Dieser Schritt, der bereits Mitte September angekündigt wurde, wurde nach der Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) vollzogen. Es wird erwartet, dass diese Übernahme die Eigentümerstruktur des Hafens im kommenden Jahr erheblich verändern wird.

Aktuell sind die Aktionäre der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) gefordert. Ihnen bleibt nun einige Wochen Zeit, um zu entscheiden, ob sie das Übernahmeangebot von MSC akzeptieren. Um sie über dieses Angebot zu informieren, erhalten sie von ihren Depotbanken oder anderen depotführenden Wertpapierdienstleistern schriftliche Mitteilungen. Es ist erwähnenswert, dass MSC bereits einen Anteil von fast 4,7 Prozent der HHLA-Aktien auf dem offenen Markt erworben hat.

Hinter diesem Angebot steht eine verbindliche Absichtserklärung, die sowohl von MSC als auch von der Stadt Hamburg unterzeichnet wurde. Die Vision ist, dass nach Abschluss der Transaktion die HHLA als Gemeinschaftsunternehmen betrieben wird. In dieser Struktur wird die Stadt Hamburg mindestens 50,1 Prozent der Anteile halten, während MSC auf maximal 49,9 Prozent begrenzt ist.

Momentan ist die Stadt Hamburg mit einem Anteil von etwa 69 Prozent der größte Aktionär der HHLA. Bevor die Transaktion abgeschlossen werden kann, müssen noch verschiedene behördliche Genehmigungen eingeholt werden. Falls alle erforderlichen Bedingungen erfüllt werden, wird erwartet, dass die Transaktion im zweiten Quartal des Jahres 2024 vollzogen wird. Der von MSC vorgeschlagene Kaufpreis pro HHLA-Aktie beträgt 16,75 Euro.

Der MSC-Chef, Søren Toft, äußerte in einem kürzlichen Interview seine Zuversicht bezüglich des Übernahmeangebots. Er betonte, dass MSC ein äußerst wettbewerbsfähiges Angebot vorgelegt hat und erwartet, dass es von vielen angenommen wird. Auf die Frage, was geschehen würde, wenn das Angebot nicht von einer ausreichenden Anzahl von HHLA-Aktionären angenommen wird, entschied sich Toft, keine Stellung zu nehmen und bemerkte, dass es zu früh sei, darüber nachzudenken.

Ebenfalls zu beachten ist, dass das Angebot von MSC im Einklang mit den Bestimmungen des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) steht. Das Gesetz legt fest, dass das Angebot innerhalb eines Zeitraums von mindestens vier und maximal zehn Wochen nach seiner Veröffentlichung angenommen werden muss. MSC hat sich für den kürzesten möglichen Zeitraum, der bis zum 20. November geht, entschieden. Aktionäre, die das Angebot bis dahin nicht angenommen haben, erhalten eine weitere Gelegenheit zur Annahme vom 24. November bis zum 7. Dezember.

LogistikHamburgÜbernahme

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