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Morgan Stanley stuft Johnson & Johnson hoch: Neue Medikamente treiben Wachstum

Investmentbank hebt Kursziel auf 262 Dollar an und erwartet deutliche Gewinnüberraschungen durch starke Produktpipeline.

Morgan Stanley stuft Johnson & Johnson hoch: Neue Medikamente treiben Wachstum

Morgan Stanley hat Johnson & Johnson von "Gleichgewichten" auf "Übergewichten" hochgestuft und das Kursziel von 200 auf 262 Dollar angehoben. Die Investmentbank begründet ihre optimistische Einschätzung mit der starken kommerziellen Dynamik neuer Medikamente, die die Gewinne über die Markterwartungen treiben sollte. Die J&J-Aktie reagierte mit einem Plus von 0,5 Prozent im vorbörslichen Handel.

Die Analysten von Morgan Stanley liegen mit ihren Gewinnschätzungen rund 20 Prozent über dem Marktkonsens. Sie erwarten, dass mehrere Produktzyklen gleichzeitig für Gewinnüberraschungen sorgen werden. Die J&J-Aktie hat im vergangenen Jahr bereits um 43 Prozent zugelegt und damit sowohl den S&P 500 als auch den breiteren Pharmasektor deutlich übertroffen.

Die Unsicherheit im Pharmasektor hat sich nach Änderungen bei den Preisvereinbarungen für Biopharmazeutika verringert, die den Sektor zuvor belastet hatten. Obwohl die Aktie bereits neu bewertet wurde, sieht Morgan Stanley weiteres Potenzial – allerdings eher durch Gewinnwachstum als durch eine Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren.

Starke Produktpipeline als Wachstumstreiber

Morgan Stanley hebt die Produktpipeline von Johnson & Johnson als eine der stärksten unter den großen Biopharma-Konkurrenten hervor. Besonders vielversprechend sind die Medikamente Tremfya und Icotyde in der Immunologie, Tecvayli und Carvykti beim multiplen Myelom sowie Rybrevant bei Lungenkrebs.

Nach Gesprächen mit Ärzten hat die Bank ihre Umsatzprognosen für mehrere dieser Produkte deutlich erhöht. Die Änderungen betreffen unter anderem Tremfya, Icotyde, Tecvayli und Darzalex. Insgesamt erhöht sich der erwartete Jahresumsatz durch diese Anpassungen um 3 bis 7 Milliarden Dollar.

Attraktive Bewertung trotz jüngster Kursgewinne

Johnson & Johnson wird aktuell mit dem 19-fachen beziehungsweise 17-fachen der Morgan-Stanley-Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 gehandelt. Dies stellt nach Einschätzung der Bank immer noch einen Abschlag von etwa drei Punkten gegenüber dem breiteren Markt dar.

Für den Zeitraum zwischen 2026 und 2030 prognostiziert Morgan Stanley eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von etwa 5,5 Prozent beim Umsatz und 12 Prozent beim Gewinn. Damit positioniert die Bank J&J in einer wachstumsstärkeren Gruppe innerhalb des Biopharmasektors.

Zwar steht Johnson & Johnson wie die Konkurrenten vor Patentabläufen, doch die Einführung neuer Produkte dürfte diese Verluste im Laufe des nächsten Jahrzehnts weitgehend ausgleichen. Die Bank sieht das Unternehmen damit gut aufgestellt, um von den strukturellen Wachstumstrends im Gesundheitssektor zu profitieren.

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