ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Morgan Stanley stuft Intesa SanPaolo auf „Equal-Weight" herab

Begrenzte Wachstumsaussichten und fehlende Katalysatoren veranlassen Morgan Stanley zur Abstufung der italienischen Großbank.

Morgan Stanley stuft Intesa SanPaolo auf „Equal-Weight" herab

Morgan Stanley hat die Aktie der italienischen Großbank Intesa SanPaolo (BIT: ISP) von „Overweight" auf „Equal-weight" herabgestuft. Gleichzeitig senkte das US-Investmenthaus das Kursziel von 6,80 Euro auf 6,60 Euro. Als Begründung nannte die Bank begrenzte Wachstumsaussichten sowie das Fehlen kurzfristiger Katalysatoren.

Die Intesa-Aktie schloss am 8. Mai bei 5,81 Euro, was gegenüber dem neuen Kursziel noch ein Aufwärtspotenzial von 13,5 Prozent bedeutet. Morgan Stanley definiert zudem ein Bull-Case-Szenario bei 7,60 Euro und ein Bear-Case-Szenario bei 5,10 Euro – eine vergleichsweise breite Spanne, die die Unsicherheit rund um den Titel widerspiegelt.

Analystin Noemi Peruch erläuterte die Entscheidung mit klaren Worten: „Obwohl wir ISP nicht auf anspruchsvollen Multiplikatoren gehandelt sehen, glauben wir, dass das begrenzte Wachstumsprofil und der Mangel an bevorstehenden Katalysatoren die Aktie weiterhin belasten werden." Die Bewertung erscheint demnach zwar nicht übertrieben, doch fehlt es an positiven Impulsen, die den Kurs kurzfristig antreiben könnten.

Angepasste Gewinnschätzungen und Zinsprognosen

Trotz der Abstufung nahm Morgan Stanley leichte Anpassungen an den Gewinnschätzungen vor. Die EPS-Prognose für 2026 wurde um rund 1 Prozent auf 0,56 Euro angehoben, jene für 2027 ebenfalls um etwa 1 Prozent auf 0,63 Euro. Treiber dieser Anhebungen sind vor allem höhere Handelserträge sowie in geringerem Maße ein verbesserter Zinsüberschuss. Das bereinigte EPS für 2028 wurde hingegen um 1 Prozent auf 0,68 Euro gesenkt, hauptsächlich aufgrund höherer AT1-Kupons – also der Kosten für bestimmte Kapitalinstrumente der Bank.

Beim Zinspfad erwartet Morgan Stanley eine Erhöhung um 25 Basispunkte im Juni 2026 sowie eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte im September 2026. Anschließend prognostiziert die Bank Zinssenkungen im Juni und September 2027, die den Leitzins auf 2 Prozent bringen sollen. Dieses Zinsszenario bildet die Grundlage für die detaillierten Ertragsschätzungen.

Starke Ertragsströme trotz gedämpfter Wachstumsperspektive

Der Zinsüberschuss – eine der wichtigsten Ertragsquellen für Banken – wird von Morgan Stanley für 2026 auf 15,22 Milliarden Euro, für 2027 auf 16,04 Milliarden Euro und für 2028 auf 16,30 Milliarden Euro geschätzt. Beim Provisionsüberschuss rechnet die Bank mit 10,37 Milliarden Euro (2026), 10,80 Milliarden Euro (2027) und 11,25 Milliarden Euro (2028).

Das operative Ergebnis für 2026 wird auf 17,09 Milliarden Euro prognostiziert. Die Cost-Income-Ratio – also das Verhältnis von Kosten zu Erträgen – soll 2028 bei 37 Prozent liegen, was dem erklärten Ziel des Unternehmens entspricht. Ein niedriger Wert gilt als Zeichen für hohe operative Effizienz.

Die Nettogewinnschätzungen von Morgan Stanley liegen für 2026 um 1,5 Prozent, für 2027 um 3,4 Prozent und für 2028 um 2,6 Prozent über dem Visible Alpha-Konsensus – also über dem Durchschnitt der Analystenerwartungen. Die Aktie wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10,3 für 2026 und 9,2 für 2027 gehandelt.

Attraktive Dividendenrendite als Stütze

Besonders interessant für einkommensorientierte Anleger: Die Dividendenrendite wird für 2026 auf 7,6 Prozent geschätzt und soll bis 2028 auf 9,1 Prozent steigen. Für 2027 erwartet Morgan Stanley eine Dividendenrendite von 8,5 Prozent. Diese Ausschüttungsattraktivität könnte die Aktie trotz der gedämpften Wachstumsperspektive für bestimmte Anlegergruppen interessant halten.

Die Rendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital (ROTE) wird auf 21,5 Prozent im Jahr 2026, 23,4 Prozent im Jahr 2027 und 24,2 Prozent im Jahr 2028 geschätzt – Werte, die auf eine weiterhin profitable Bank hindeuten. Das Kursziel basiert auf einem SOTP/Gordon-Growth-Modell mit angenommenen Eigenkapitalkosten von 12 Prozent und einer Wachstumsrate von 1 Prozent.

Intesa SanpaoloMorgan StanleyAbstufung Equal-WeightKurszielBankaktie ItalienDividendenrenditeEps Schätzung

Disclaimer