Morgan Stanley plant Krypto-ETFs
Anträge für Bitcoin- und Solana-Fonds markieren Strategiewechsel großer US-Banken

Morgan Stanley wird regulatorische Genehmigungen beantragen, um börsengehandelte Fonds aufzulegen, die an die Preisentwicklung von Kryptowährungen gekoppelt sind. Damit wird erstmals eine große US-Bank eigene ETFs auf digitale Vermögenswerte vorbereiten. Aus den eingereichten Unterlagen geht hervor, dass sich die geplanten Produkte auf die Kryptowährungen Bitcoin und Solana beziehen. Mit diesem Schritt wird das Institut seine Aktivitäten im Bereich digitaler Vermögenswerte weiter ausbauen.
Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Klarheit in den Vereinigten Staaten. Unter der aktuellen US-Regierung hat sich der Rahmen für den Umgang mit digitalen Vermögenswerten weiterentwickelt, was traditionelle Finanzunternehmen dazu veranlasst, ihre Zurückhaltung gegenüber Kryptowährungen zu überdenken. Digitale Vermögenswerte galten lange Zeit vor allem als spekulativ, werden jedoch zunehmend in bestehende Finanzstrukturen integriert.
Bereits im Dezember hatte die US-Bankenaufsicht den Geldhäusern erlaubt, als Vermittler bei Kryptotransaktionen zu agieren. Dadurch wurde die Trennung zwischen dem traditionellen Bankensektor und dem Markt für digitale Vermögenswerte weiter verringert. ETFs gelten für viele Investoren als bevorzugte Form des Zugangs zu Kryptowährungen, da sie eine höhere Liquidität, eine klarere regulatorische Einbettung und zusätzliche Sicherheitsmechanismen bieten, ohne dass die zugrunde liegenden Token direkt gehalten werden müssen.
Seit der Zulassung des ersten in den USA notierten Spot-Bitcoin-ETFs vor zwei Jahren hat sich die Zahl entsprechender Produkte deutlich erhöht. Vor allem Vermögensverwalter haben in diesem Zeitraum neue Fonds aufgelegt. Banken hingegen beschränkten sich bislang überwiegend auf Verwahrdienstleistungen für Kundengelder. Nun zeichnet sich ein Wandel ab, bei dem Kreditinstitute ihre Rolle erweitern und verstärkt beratend tätig werden wollen.
Morgan Stanley hatte bereits im Oktober den Zugang zu Kryptowährungsinvestitionen für sämtliche Kundengruppen und Kontotypen geöffnet. Auch andere Großbanken haben ihre Strategien angepasst. So werden Vermögensberater zunehmend befugt, Kryptowährungen als Bestandteil von Kundenportfolios zu empfehlen, unabhängig von Mindestanlagebeträgen.
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Zur AktienanalyseZusätzlich hat die US-Börsenaufsicht im vergangenen Jahr die Zulassungsregeln für neue Spot-ETFs auf Kryptowährungen überarbeitet. Diese Anpassungen haben den Weg für eine Vielzahl neuer Produkte geebnet und dürften den Wettbewerb im Markt für digitale Anlageinstrumente weiter intensivieren.


