Morgan Stanley: Lieferengpässe bremsen Mounjaro-Verkäufe in Brasilien
Nicht nachlassende Nachfrage, sondern Versorgungsengpässe erklären die schwachen Mounjaro-Absatzzahlen in Brasilien.

Morgan Stanley hat die jüngste Verlangsamung der Mounjaro-Verkäufe in Brasilien analysiert und kommt zu einem klaren Befund: Lieferengpässe, nicht eine sinkende Nachfrage, sind für den Rückgang verantwortlich. Einzelhändler berichten konsistent von begrenzter Produktverfügbarkeit, obwohl das Kundeninteresse weiterhin stark ausgeprägt ist.
Als konkreten Auslöser nennt Morgan Stanley schwache US-Importe von GLP-1-Präparaten im Dezember und Januar. Diese Importrückgänge dürften die Verkaufszahlen in Brasilien direkt belastet haben. GLP-1-Präparate wie Mounjaro (Wirkstoff: Tirzepatid) und Ozempic (Wirkstoff: Semaglutid) sind weltweit stark nachgefragte Medikamente zur Behandlung von Typ-2-Diabetes und Adipositas.
Erholung der Importe im Februar als Hoffnungszeichen
Ein deutlicher Anstieg der Importe im Februar signalisiert laut Morgan Stanley einen möglichen kurzfristigen Wendepunkt. Dies könnte sich bald in den IQVIA-Marktdaten widerspiegeln, die als wichtiger Indikator für den Pharmamarkt gelten. Für den brasilianischen Apothekenkonzern Raia Drogasil mildern die verbesserten Importtrends die unmittelbaren Sorgen – eine endgültige Entwarnung erfordert aber die Bestätigung durch die IQVIA-Zahlen.
Parallel dazu sieht sich der Konkurrent Semaglutid – vermarktet als Ozempic und Wegovy von Novo Nordisk – mit strukturellen Problemen konfrontiert. Daten aus Dänemark zeigen eine Stagnation, da Patienten zunehmend zu Mounjaro wechseln. Morgan Stanley erwartet, dass der Druck auf Semaglutid nach dem Ablauf des Patentschutzes weiter zunehmen wird.
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Zur AktienanalysePreise bleiben stabil – keine Bestätigung für Novo-Nordisk-Rabatte
Bei der Preisgestaltung zeigt sich das Marktumfeld bislang weitgehend stabil. Morgan Stanley beobachtet lediglich erste Anzeichen selektiver Rabatte bei Mounjaro. Die von Novo Nordisk angekündigten portfolioweiten Preissenkungen lassen sich in den Marktdaten hingegen noch nicht klar nachweisen. Für Investoren bleibt der GLP-1-Markt damit ein dynamisches, aber weiterhin attraktives Segment im globalen Pharmabereich.

