Morgan Stanley empfiehlt Schweizer Franken als unterschätzten sicheren Hafen
Die US-Investmentbank sieht den CHF vor einer stärkeren Aufwertung als bisher erwartet.

Der Schweizer Franken gilt traditionell als Fluchtwährung in Krisenzeiten – doch Morgan Stanley sieht ihn derzeit als übersehen und unterschätzt. Die Analysten der US-Investmentbank empfehlen, den Franken gezielt als sicheren Hafen zu kaufen und erwarten eine deutlich kräftigere sowie schnellere Aufwertung, als der Markt aktuell einpreist.
Am Devisenmarkt zeigte sich das Währungspaar USD/CHF zuletzt mit einem leichten Rückgang von 0,1 Prozent auf 0,7756. Gleichzeitig legte EUR/CHF um 0,1 Prozent auf 0,9147 zu – ein Zeichen, dass der Franken gegenüber dem Dollar an Stärke gewann, gegenüber dem Euro jedoch etwas nachgab.
Uneinheitliche Performance sicherer Häfen
Unter Investoren besteht zwar weitgehend Einigkeit darüber, welche Anlageklassen als sichere Häfen gelten – dazu zählen typischerweise Gold, US-Staatsanleihen, der japanische Yen und eben der Schweizer Franken. Die tatsächliche Wertentwicklung dieser Anlagen in Phasen extremer Marktspannungen ist jedoch überraschend uneinheitlich, wie Morgan Stanley betont.
Genau hier sehen die Analysten eine Chance: Der Franken habe in solchen Stressphasen historisch solide abgeschnitten, werde aber von vielen Marktteilnehmern aktuell vernachlässigt. Die Kombination aus stabiler Schweizer Wirtschaft, der konservativen Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der politischen Neutralität des Landes mache den CHF zu einem besonders verlässlichen Wertspeicher.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Privatanleger ist der Schweizer Franken über Devisenprodukte, ETFs oder Schweizer Aktien zugänglich. Angesichts globaler Unsicherheiten – von geopolitischen Spannungen bis hin zu Rezessionssorgen – könnte eine CHF-Position als Absicherung im Portfolio sinnvoll sein.


