Moody's stuft WPP wegen schwacher Gewinne und hoher Schulden herab
Die Ratingagentur Moody's senkt das Kreditrating des Werbekonzerns WPP gleich auf mehreren Ebenen.

Moody's Ratings hat das Kreditrating des britischen Werbe- und Kommunikationskonzerns WPP Plc (NYSE: WPP) von Baa2 auf Baa3 gesenkt. Als Begründung nennt die Ratingagentur anhaltenden Druck auf die operative Performance sowie erhöhte Verschuldungskennzahlen. Die Herabstufung betrifft mehrere Ratingkategorien des Unternehmens gleichzeitig.
Konkret senkte Moody's auch die Einstufung der garantierten vorrangigen unbesicherten Verbindlichkeiten von WPP von Baa2 auf Baa3. Zusätzlich wurden die kurzfristigen garantierten Commercial Papers von Prime-2 auf Prime-3 herabgestuft. Beide Kategorien bleiben damit noch im Investment-Grade-Bereich, befinden sich jedoch nun auf der untersten Stufe dieses Segments.
Ausblick stabilisiert sich trotz Druck
Trotz der Herabstufung änderte Moody's den Ausblick für WPP von negativ auf stabil. Dies signalisiert, dass die Ratingagentur vorerst keine weiteren Abstufungen erwartet. Für Anleger ist dies ein zweischneidiges Signal: Die aktuelle Lage bleibt schwierig, eine weitere Verschlechterung der Kreditwürdigkeit gilt jedoch kurzfristig als unwahrscheinlich.
Moody's verweist explizit auf den anhaltenden Druck auf die operative Performance im Jahr 2026 sowie auf die Unsicherheit hinsichtlich des Zeitpunkts einer möglichen Erholung. WPP steht wie viele große Werbekonzerne unter Druck durch den strukturellen Wandel im Werbemarkt und den wachsenden Wettbewerb durch digitale Plattformen. Das Unternehmen hatte zuletzt mit rückläufigen Umsätzen und einem herausfordernden Marktumfeld zu kämpfen.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger, die WPP-Aktien oder -Anleihen im Portfolio halten, bedeutet die Herabstufung eine erhöhte Risikoprämie. Institutionelle Investoren, deren Anlagerichtlinien Mindestratings vorschreiben, könnten durch die neue Einstufung zum Handeln gezwungen sein. Das Baa3-Rating von Moody's entspricht einem BBB- bei S&P und Fitch – der letzten Stufe vor dem sogenannten Junk-Status.


