Moderna kämpft mit geschrumpfter Umsatzbasis
Hohe Verluste und wachsende Skepsis begleiten den Fokus auf neue Impfstoff- und Krebsprogramme

Der deutliche Kursverfall der Moderna-Aktie hat den Wert des Unternehmens auf das Niveau vor Beginn der Pandemie zurückgeführt. Während der Covid-Jahre hatte Moderna rund 20 Milliarden US-Dollar Gewinn erzielt, doch der Umgang mit diesen Mitteln führt zu anhaltender Kritik. Ein Viertel der damaligen Gewinne floss in Aktienrückkäufe, die zu deutlich höheren Kursen durchgeführt wurden als jene, die heute am Markt notiert werden. Die restlichen Gelder wurden für laufende Betriebskosten sowie Forschung und Entwicklung verwendet, ohne dass daraus bislang bedeutende Erträge entstanden sind.
Für das Geschäftsjahr 2025 stellt Moderna einen Umsatz von etwa zwei Milliarden US-Dollar in Aussicht. Verglichen mit dem Jahr 2022 bedeutet dies einen Rückgang um das Neunfache. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen einen Verlust von mindestens drei Milliarden US-Dollar. Sollte diese Entwicklung anhalten, wäre der finanzielle Puffer aus den Pandemieerträgen nach aktuellen Schätzungen bis Ende des kommenden Jahres nahezu aufgebraucht. Die Marktentwicklung zeigt daher eine deutliche Verschiebung der Einschätzung gegenüber früheren Jahren.
Das Unternehmen betont Fortschritte in der Forschung und versucht, den Kapitalmarkt mit Ausblicken auf neue Produkte zu stabilisieren. Moderna kündigte an, bis 2028 sechs zugelassene Impfstoffe gegen saisonale Atemwegserkrankungen bereitstellen zu wollen. Zudem verweist das Unternehmen auf neun Programme im Bereich Onkologie, darunter drei in klinischen Studien der Phase III. Diese Projekte sollen langfristig dazu beitragen, die finanzielle Entwicklung zu stützen und die Umsatzbasis zu verbreitern.
Das Management hält weiterhin an dem Ziel fest, im Jahr 2028 die Gewinnzone zu erreichen. Ursprünglich war ein solcher Zeitpunkt bereits für 2026 vorgesehen, wurde jedoch mehrfach korrigiert. Unterdessen wurde ein Darlehen über 1,5 Milliarden US-Dollar von Ares Management bereitgestellt, wodurch sich die pro forma Unternehmensbewertung auf rund 4,5 Milliarden US-Dollar erhöht. Dieser Betrag entspricht in etwa jenen Ausgaben, die Moderna im vergangenen Jahr für Forschung und Entwicklung tätigte.
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Zur AktienanalyseBeobachter weisen seit Längerem auf den Vertrauensverlust hin, der sich auch in den umfangreichen Aktienverkäufen des Führungsteams widerspiegelt. Die Verkaufsaktivitäten der leitenden Personen Noubar Afeyan, Stéphane Bancel und Stephen Hoge haben die öffentliche Wahrnehmung zusätzlich beeinflusst und tragen zu der anhaltenden Skepsis gegenüber den Zukunftsaussichten des Unternehmens bei.


