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Mizuho-Aktie bricht um 7% ein nach Dementi zu Rakuten-Bank-Investition

Mizuho Financial Group dementiert Medienbericht über geplante Umschichtung der Rakuten-Beteiligung – Aktie reagiert mit starkem Kurseinbruch.

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Mizuho-Aktie bricht um 7% ein nach Dementi zu Rakuten-Bank-Investition

Die Aktien der Mizuho Financial Group haben am Montag zeitweise um bis zu 7,7% nachgegeben. Auslöser war eine Klarstellung des japanischen Kreditinstituts, wonach noch keine Entscheidung über eine mögliche Investition in die Rakuten Bank getroffen worden sei. Der Kursrückgang zeigt, wie sensibel Märkte auf Unsicherheiten bei strategischen Beteiligungsentscheidungen reagieren.

Vorausgegangen war ein Bericht der japanischen Zeitung Yomiuri Shimbun vom Sonntag. Das Blatt hatte unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, Mizuho plane, seine bestehende Beteiligung an der Rakuten Card Co. abzuziehen und stattdessen in die Rakuten Bank zu investieren. Mizuho hält derzeit 14,99% an der Rakuten Card Co., der Kreditkarten- und Finanzdienstleistungssparte des japanischen E-Commerce- und Internetriesen Rakuten Group.

Mizuho selbst erklärte daraufhin, man prüfe zwar verschiedene Optionen – „einschließlich der Möglichkeit einer Investition in die Rakuten Bank" –, eine endgültige Entscheidung sei jedoch noch nicht gefallen. Diese Formulierung reichte den Märkten offenbar nicht aus, um die durch den Medienbericht ausgelöste Unsicherheit zu zerstreuen.

Jefferies-Analysten sehen mögliche Chancen

Laut dem Yomiuri-Bericht würde die 49-prozentige Beteiligung der Mizuho Securities Co. an Rakuten Securities von einer möglichen Umschichtung unberührt bleiben. Analysten des US-Investmenthauses Jefferies wiesen darauf hin, dass das Worst-Case-Szenario für die Rakuten Bank eine Überzahlung für ihre Wertpapier- und Kartensegmente wäre. Ein direktes Eingreifen von Mizuho könnte dieses Szenario jedoch abwenden, so die Experten.

Während Mizuho-Aktien zuletzt 7,2% tiefer notierten, legte die Rakuten Bank um mehr als 8% zu. Die gegenläufige Kursbewegung spiegelt die Markterwartung wider: Eine potenzielle Mizuho-Investition würde der Rakuten Bank strategischen Rückhalt und Kapital verschaffen.

Starkes Quartalsergebnis im Hintergrund

Die Nachricht über die mögliche Beteiligungsumschichtung fällt in eine Phase, in der Mizuho eigentlich mit starken Zahlen glänzt. Der Nettogewinn für das im März endende vierte Quartal stieg auf 228,7 Milliarden Yen (umgerechnet rund 1,44 Milliarden US-Dollar) – ein Anstieg von 660% gegenüber dem Vorjahreswert von 30,1 Milliarden Yen. Als Treiber nannte das Unternehmen ein starkes Wachstum im Provisionsgeschäft sowie einen höheren Leitzins der japanischen Zentralbank.

Trotz dieser beeindruckenden Quartalszahlen dominierte die Unsicherheit rund um die Rakuten-Beteiligung das Marktgeschehen. Analysten beobachten nun aufmerksam, welche konkreten Ankündigungen Mizuho in Bezug auf die Rakuten Bank noch machen wird. Die Entwicklung verdeutlicht, dass strategische Beteiligungsentscheidungen großer Finanzkonzerne erhebliche Kursbewegungen auslösen können – selbst wenn noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist.

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