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Mitsubishi Heavy-Aktie steigt nach Artemis-II-Mondmission um 3 Prozent

Der erfolgreiche Start der ersten bemannten Mondmission seit 50 Jahren beflügelt japanische Rüstungs- und Raumfahrtaktien.

Mitsubishi Heavy-Aktie steigt nach Artemis-II-Mondmission um 3 Prozent

Die Aktie von Mitsubishi Heavy Industries (TYO: 7011) legte am Donnerstag um knapp 3 Prozent zu – ein deutlicher Kontrast zum schwachen Gesamtmarkt. Der Nikkei 225 verlor zeitgleich rund 2 Prozent. Auslöser war der erfolgreiche Start der NASA-Mission Artemis II am Mittwoch, an der das japanische Industriekonglomerat über die Raumfahrtbehörde JAXA maßgeblich beteiligt ist.

Mitsubishi Heavy hat gemeinsam mit der JAXA die H3-Rakete entwickelt, die als Japans primäre Trägerrakete für Frachttransporte zu künftigen Mondmissionen vorgesehen ist. Darüber hinaus entwickelte das Unternehmen das HTV-Frachtraumschiff für Versorgungsmissionen im Rahmen von Artemis. Die Zukunft des Raumschiffs war zuletzt ungewiss, nachdem die NASA im März Pläne für eine Orbitalstation gestrichen hatte – dennoch bleibt Mitsubishi in unterstützenden Rollen für die geplante Mondbasis der NASA aktiv eingebunden.

Breite Rally bei japanischen Raumfahrtaktien

Auch andere japanische Unternehmen mit Artemis-Bezug profitierten vom Stimmungsschub. Toyota Motor Corp (TYO: 7203), das Technologien für Mondhabitate und Transportlösungen entwickelt, gewann 0,2 Prozent. Besonders stark legte ispace Inc (TYO: 9348) zu: Der Entwickler von Mondlandegeräten schnellte um fast 6 Prozent nach oben.

Artemis II ist die erste bemannte Mission um den Mond seit mehr als 50 Jahren und soll zugleich der weiteste bemannte Raumflug aller Zeiten werden. Eine vierköpfige Besatzung startete am Mittwoch zu einer zehntägigen Expedition rund um den Mond und zurück zur Erde. Das Programm ist international ausgerichtet und wird in Zusammenarbeit mit Japan, Kanada, Europa, Deutschland, Großbritannien, Israel, Südkorea, Italien und Dubai durchgeführt.

Längerfristig strebt die NASA mit Artemis eine bemannte Landung auf der Mondoberfläche bis 2028 an. Darüber hinaus soll eine permanente Mondbasis errichtet werden. Für Investoren in japanische Raumfahrt- und Technologiewerte dürfte das Programm in den kommenden Jahren ein bedeutender Kurstreiber bleiben.

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