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Missouri startet Bewerbungsverfahren für Marihuana-Mikrounternehmen-Lizenzen im Juli

Ab dem 13. Juli können Bewerber in Missouri eine von 77 Marihuana-Mikrounternehmen-Lizenzen per Losverfahren beantragen.

Missouri startet Bewerbungsverfahren für Marihuana-Mikrounternehmen-Lizenzen im Juli

Der US-Bundesstaat Missouri öffnet vom 13. bis 27. Juli das Bewerbungsfenster für 77 Marihuana-Mikrounternehmen-Lizenzen. Die Vergabe erfolgt per Losverfahren – die Verlosung ist für den 9. September geplant. Die Missouri Division of Cannabis Regulation geht davon aus, die Lizenzen im Dezember zu erteilen.

Mikrounternehmen-Lizenzen richten sich gezielt an marginalisierte oder unterrepräsentierte Personen, die am legalen Marihuana-Markt teilnehmen möchten. Das Programm wurde durch eine Verfassungsänderung im Jahr 2022 ins Leben gerufen, die von den Wählern Missouris zur Legalisierung von Marihuana als Genussmittel angenommen wurde. Ziel ist es, die verbleibenden Plätze der verfassungsrechtlich vorgeschriebenen Mindestanzahl von 144 Mikrounternehmen-Lizenzen zu besetzen.

Sieben Qualifikationskategorien für Bewerber

In Missouri gibt es sieben Kategorien, über die sich Personen für eine Mikrounternehmen-Lizenz qualifizieren können. Dazu zählen unter anderem ein niedriges Einkommensniveau, der Wohnsitz in einem als verarmt geltenden Gebiet sowie frühere Festnahmen oder Inhaftierungen im Zusammenhang mit Marihuana-Delikten. Die Missouri Lottery wählt aus den Bewerbern 77 Kandidaten für Lizenzen zur Eröffnung von entweder Verkaufsstellen oder Anbaubetrieben aus.

Die Antragsgebühr beträgt 1.500 US-Dollar. Wer im Losverfahren nicht ausgewählt wird, erhält diese Gebühr zurückerstattet. Lesley Turek, die Chief Equity Officer der Behörde, reiste diesen Monat durch den Bundesstaat, um über das Antragsverfahren aufzuklären und Interessierte zu informieren.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Lizenznehmer von Mikrounternehmen in erster Linie eine Gemeinschaft von Menschen sind, die sich gegenseitig unterstützen", sagte Turek. „Sie sind diejenigen, die dieses Programm vorantreiben, daher freue ich mich darauf, neue Leute kennenzulernen und so viel wie möglich über das Programm zu teilen."

Neue Regeln nach verfassungswidrigen Eigentumsvereinbarungen

Ein wesentlicher Teil von Tureks Arbeit befasst sich mit neuen Regeln, die Ende Mai in Kraft getreten sind. Diese Vorschriften wurden von den Cannabis-Regulierungsbehörden im Jahr 2024 vorgeschlagen, nachdem zahlreiche Lizenzen aufgrund verfassungswidriger Eigentumsvereinbarungen entzogen worden waren. Die neuen Regeln ermöglichen es den Aufsichtsbehörden, eine umfassende Prüfung vor der Erteilung der Lizenzen durchzuführen – statt erst im Nachhinein.

Zudem bieten die Vorschriften eine detailliertere Erläuterung dessen, was es bedeutet, eine Lizenz „mehrheitlich zu besitzen und zu betreiben" – eine verfassungsrechtliche Anforderung. Antragsteller müssen mehr als 50 Prozent der Eigentumsanteile und mehr als 50 Prozent der Entscheidungsgewalt über die mit der Lizenz getroffenen Maßnahmen halten. „Es geht um mehr als nur den Prozentsatz des Eigentums", betonte Turek. „Es geht wirklich darum, diese Kontrolle ausüben zu können."

Die Regeln schreiben außerdem vor, dass Regulierungsbehörden direkt mit den Mehrheitseigentümern kommunizieren müssen. Antragsteller sind verpflichtet, sowohl vor der Antragstellung als auch nach Erhalt der Lizenz einen Compliance-Kurs zu absolvieren. Hintergrund: Staatliche Aufsichtsbehörden hatten festgestellt, dass viele benannte Ansprechpartner die eigentlichen berechtigten Antragsteller über Geschäfts- und Lizenzangelegenheiten im Unklaren gelassen hatten. Antragsteller gerieten so in Vereinbarungen, die ihr Stimmrecht und ihre Gewinnbeteiligung einschränkten.

Pflichtschulung vor der Antragstellung

Der Staat verlangt nun eine Pflichtschulung vor der Antragstellung. Dabei handelt es sich um einen Online-Kurs mit drei Videos, der sicherstellen soll, dass Antragsteller ein Verständnis für „potenzielle ausbeuterische Praktiken" entwickeln. Turek betont, dass der Antrag selbst unkompliziert gestaltet ist und von Bürgern eigenständig ausgefüllt werden kann – im Gegensatz zu dem wesentlich komplexeren Antrag für umfassende Lizenzen.

„Wir bieten zahlreiche Tutorials und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an", sagte Turek. „Jeder kann sich hinsetzen und den Antrag ausfüllen. Ich halte das nicht für schwierig." Gleichzeitig weist sie darauf hin, dass der Betrieb einer Marihuana-Einrichtung mit erheblichen Kosten und strengen Regulierungen verbunden ist. „Es ist sehr teuer, es ist stark reguliert und daher eine Herausforderung", so Turek. „Ich möchte sicherstellen, dass die Menschen im Vorfeld ein klares Verständnis haben, damit sie eine fundierte Entscheidung treffen können."

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