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Mirae Asset entschuldigt sich nach gescheiterter SpaceX-Aktien-Zuteilung

Südkoreanisches Wertpapierhaus ging trotz Qualifikation bei finaler Zuteilung leer aus – 500 Millionen Dollar Anlegergelder betroffen.

Mirae Asset entschuldigt sich nach gescheiterter SpaceX-Aktien-Zuteilung

Das südkoreanische Wertpapierhaus Mirae Asset Securities hat sich am Montag öffentlich bei seinen Anlegern entschuldigt. Der Grund: Das Unternehmen erhielt trotz seiner Rolle als Konsortialführer beim SpaceX-Börsengang keine einzige Aktie zugeteilt. Gleichzeitig kündigte das Haus an, finanzielle Entschädigungen für die betroffenen Investoren zu prüfen.

In einem von Reuters eingesehenen Brief an die Kunden erklärten die Co-CEOs Kim Mi-seob und Heo Sun-ho, dass Mirae Asset zwar für das Angebot von SpaceX-Aktien an koreanische Investoren qualifiziert war, bei der finalen Zuteilung durch den US-Konsortialführer jedoch leer ausging. „Wir haben bis zuletzt alle Anstrengungen unternommen, um eine Zuteilung von Aktien zu sichern. Aufgrund der diskretionären finalen Entscheidung des Konsortialführers in den Vereinigten Staaten wurden uns jedoch letztlich keine Aktien zugeteilt", heißt es in dem Schreiben.

Anfang des Monats hatte Mirae Asset Einlagen im Wert von 500 Millionen US-Dollar von Anlegern eingesammelt, die an einer Privatplatzierung teilnehmen wollten. Beide Tranchen des Angebots waren laut einer mit der Angelegenheit vertrauten Person innerhalb weniger Minuten ausverkauft – ein deutliches Zeichen für das enorme Interesse koreanischer Privatanleger an SpaceX-Aktien.

Börsengang katapultiert SpaceX auf über zwei Billionen Dollar

Das Börsendebüt von SpaceX am Freitag ließ den Unternehmenswert auf über zwei Billionen US-Dollar steigen. Damit wurde Firmengründer Elon Musk zum ersten Billionär der Welt. Dieser historische Meilenstein macht die verpasste Zuteilung für die betroffenen koreanischen Anleger umso schmerzhafter.

Die am SpaceX-Börsengang beteiligten Banken umfassen namhafte Wall-Street-Institute wie Goldman Sachs, Morgan Stanley, Bank of America und JPMorgan Chase. Welches dieser Häuser als US-Konsortialführer die finale Zuteilungsentscheidung traf, wurde in dem Brief von Mirae Asset nicht offengelegt. Die genannten Banken reagierten außerhalb der asiatischen Geschäftszeiten nicht auf Anfragen, während Citigroup eine Kommentierung ablehnte.

Mirae Asset teilte mit, die genauen Umstände der Entscheidung zu untersuchen. „Wir sind zutiefst enttäuscht und bitten alle Kunden, die ihr Vertrauen in Mirae Asset Securities gesetzt und an diesem Angebot teilgenommen haben, aufrichtig um Entschuldigung", schrieben die Co-CEOs in ihrem Brief.

Regulatorische Konsequenzen und Wechselkursverluste

Die Situation hat auch regulatorische Konsequenzen. Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde Financial Supervisory Service untersucht laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Yonhap vom Sonntag die Umstände der gescheiterten Zuteilung. Die Behörde plant demnach, Anlegerschutzmaßnahmen zu prüfen – darunter die Frage, ob Mirae Asset die Investoren ausreichend über das Risiko eines Scheiterns der Zuteilung informiert hat.

Besonders bitter für viele Anleger: Wer seine Mittel eigens in US-Dollar umgetauscht hatte, um die Zeichnungseinlagen zu bezahlen, musste laut Korea Economic Daily TV dennoch für die Wechselgebühren aufkommen und die Auswirkungen der jüngsten Wechselkursschwankungen tragen. Die betroffenen Investoren stehen damit nicht nur ohne die begehrten SpaceX-Aktien da, sondern haben auch noch Transaktionskosten zu schultern.

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