ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Millionenbetrugsfall bei "Juicy Fields": Niederösterreichischer Haupttäter festgenommen

Der Mann soll den Hauptvertrieb des Schneeballsystems im deutschsprachigen Raum verantwortet haben

Millionenbetrugsfall bei "Juicy Fields": Niederösterreichischer Haupttäter festgenommen

Im Fall des mutmaßlichen Millionenbetrugs rund um das Cannabis-Crowdgrowing-Unternehmen "Juicy Fields" wurden neue Details bekanntgegeben. Bereits im Juli dieses Jahres wurde ein Mann aus Niederösterreich als einer der Haupttäter festgenommen, wie die Ermittler des Bundeskriminalamtes (BK) mitteilten. Der Mann soll den Hauptvertrieb des Schneeballsystems im deutschsprachigen Raum verantwortet haben. Die Tätergruppe agierte international und lockte ihre Opfer mithilfe einer professionell aufgezogenen Werbekampagne an. Auf Messen und in sozialen Netzwerken versprachen sie hohe Gewinne durch das Investieren in das Cannabis-Crowdfunding-Projekt.

Die Anleger:innen sollten an dem angeblichen Cannabis-Geschäft hohe Renditen von 50 bis 60 Prozent erzielen. Tatsächlich flossen die eingezahlten Gelder größtenteils nicht in das behauptete Projekt, sondern wurden für den eigenen luxuriösen Lebensstil der Betrüger verwendet. Die Ermittler gehen in Österreich von etwa 5.500 Opfern und einem mutmaßlichen Gesamtschaden von 19 Millionen Euro aus. Weltweit könnte die Schadenssumme sogar 400 Millionen Euro betragen, wie die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) schätzt. Neben Österreich waren die Tätergruppe auch in Deutschland, Spanien und Frankreich aktiv.

Der festgenommene Niederösterreicher gilt als einer der Haupttäter und soll das Schneeballsystem am Laufen gehalten haben. Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen schweren Betrugs. Der Mann wurde bereits wieder auf freien Fuß gesetzt, möglicherweise aufgrund von Informationen, die er den Ermittlern geliefert hat. Es wird vermutet, dass er zunächst selbst an den vermeintlichen Erfolg des Geschäftsmodells glaubte, jedoch später den Betrug erkannte und dennoch weitermachte.

Die mutmaßlichen Betrüger starteten im März 2020 eine "aggressive Werbekampagne" in sozialen Netzwerken, um Opfer zu ködern. Sie inszenierten ihre angeblichen Erfolge mit teuren Supercars und veranstalteten nächtelange Partys mit bekannten DJs. Die Täter wollten damit suggerieren, dass in das Geschäft viel Geld zu verdienen sei und gewannen so das Vertrauen der Investoren. Die tatsächlichen Dimensionen des Betrugs wurden jedoch verschleiert, und die angeblich hohen Gewinne wurden nie ausgezahlt.

Nachdem die Website von "Juicy Fields" im Jahr 2022 plötzlich offline ging und die Anleger:innen nicht mehr auf ihre Konten zugreifen konnten, wurden die ersten Anzeigen erstattet. Die Ermittler stießen auf ein sogenanntes "Ponzi-System", bei dem die Betrüger das Geld der Neuinvestoren verwendeten, um damit die Renditen der früheren Investoren zu bezahlen und den Eindruck hoher Gewinne aufrechtzuerhalten. Als das Schneeballsystem zu kollabieren drohte, legten die Täter die Website still und versuchten, sich mit den Geldern ihrer Opfer aus dem Staub zu machen.

Parallel zu diesem Fall wird auch die "EXW Gruppe" in Kärnten wegen ähnlicher Anlagebetrügereien untersucht. Hier sollen die Beschuldigten den Investoren hohe Renditen durch Immobilienprojekte, den Handel mit Kryptowährungen und einer eigenen Kryptowährung namens "EXW-Token" versprochen haben. Auch hier wurde das Geld der Anleger:innen nicht in die behaupteten Projekte investiert, sondern lediglich von einem Konto auf das nächste verschoben, um die Herkunft zu verschleiern. Das Landesgericht Klagenfurt bereitet ein Großverfahren gegen acht Angeklagte vor, bei dem es um einen Schaden von 14 Millionen Euro und etwa 40.000 Opfer geht.

CannabisBetrugÖsterreich

Disclaimer