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Mieten steigen weiter in deutschen Großstädten

Auch Kaufpreise ziehen an – Forscher sehen erste Anzeichen für Stabilisierung

Mieten steigen weiter in deutschen Großstädten

Die Mieten für Wohnraum in Deutschland steigen weiter. Im zweiten Quartal dieses Jahres erhöhten sich die Wohnungsmieten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich 3,8 Prozent. Gegenüber dem ersten Quartal legten sie um 0,8 Prozent zu. Das zeigt eine Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Die Forscher sprechen von einem nach wie vor angespannten Mietmarkt, sehen aber erste Hinweise auf eine nachlassende Dynamik. Noch ein Jahr zuvor lagen die jährlichen Mietsteigerungen bei mehr als fünf Prozent.

Auch Kaufinteressenten müssen tiefer in die Tasche greifen. Eigentumswohnungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 2,0 Prozent, Ein- und Zweifamilienhäuser um 3,0 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 stiegen die Preise um 1,9 bzw. 1,2 Prozent. Laut IW ist dies ein Zeichen für eine vorsichtige Preiserholung nach der Schwächephase in den Vorjahren. Damals hatten gestiegene Zinsen und wirtschaftliche Unsicherheiten den Immobilienmarkt stark belastet. Die aktuelle Entwicklung deute darauf hin, dass sich Angebot und Nachfrage wieder annähern.

Als entscheidende Faktoren gelten laut Studie stabile Bauzinsen sowie eine wachsende Zahl an Haushalten, die bei stabilisierten Preisen den Schritt ins Eigentum wagen. Zwar seien Käufer weiterhin preissensibel, jedoch eröffneten steigende Einkommen, verbesserte Finanzierungsmöglichkeiten und eine sich aufhellende Marktstimmung Chancen auf eine stabilere Entwicklung – regional unterschiedlich, aber insgesamt stabilisierend.

In den zehn größten deutschen Städten legten auch die Kaufpreise zu. Essen verzeichnete mit einem Plus von 7,2 Prozent den höchsten Anstieg. Es folgen Düsseldorf mit 3,5 und München mit 2,5 Prozent. Köln, Hamburg und Leipzig verzeichnen Zuwächse zwischen 1,1 und 2,1 Prozent. In Frankfurt, Berlin und Dortmund fällt der Anstieg moderater aus. Stuttgart liegt mit 0,6 Prozent am unteren Ende der Entwicklung. Trotz dieser Anzeichen einer Stabilisierung betont das IW, dass keine einheitliche Aufwärtsbewegung erkennbar sei.

Auch bei den Angebotsmieten setzte sich der Anstieg fort. Besonders stark stiegen sie in Düsseldorf (+6,3 Prozent), Frankfurt (+6,2) und Essen (+6,1). In Leipzig, Dortmund, München, Hamburg und Köln liegen die Zuwächse zwischen 4,0 und 4,6 Prozent. Am wenigsten stiegen die Mieten in Stuttgart (+2,2) und Berlin, wo nach vorherigen Anstiegen aktuell nur ein Plus von 0,6 Prozent zu verzeichnen ist.

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