Mieten in Deutschlands Metropolen: Steigende Preise und veränderte Nachfrage
Ein Blick auf den Wohnungsmarkt 2024: Chancen für Käufer und die Verschiebung ins Umland

Die Mieten in Deutschlands großen Metropolen sind weiterhin auf einem unaufhaltsamen Anstieg. Das vierte Quartal des Jahres 2023 brachte keinen ersehnten Moment der Entspannung auf dem Wohnungsmarkt, wie das Immoscout24-Wohnbarometer kürzlich berichtete. Die Angebotsmieten in den Metropolen stiegen rasant an, und obwohl die Nachfrage leicht zurückging, bleibt der Druck auf die Preise bestehen.
Besonders in München und Berlin sind die Mieten auf exorbitante Höhen geklettert. In München verlangen Vermieter für Neubauwohnungen fast 13 Prozent mehr als noch Ende 2022, was einer Kaltmiete von stolzen 24 Euro pro Quadratmeter und Monat entspricht. Berlin zieht jedoch mit einer atemberaubenden Steigerung von 20 Prozent in den letzten zwölf Monaten nach, sodass die aktuellen Neubaumieten bei beeindruckenden 19,45 Euro pro Quadratmeter liegen.
Solche zweistelligen Zuwachsraten sind keine Seltenheit. Insgesamt stiegen die Neubaumieten in vier der untersuchten acht Großstädte um mehr als zehn Prozent, darunter auch Köln und Stuttgart neben Berlin und München.
Auch für Mieter von älteren Wohnungen gibt es wenig Erleichterung. Bestandswohnungen sind in München und Berlin mehr als elf Prozent teurer als im Vorjahr, in Köln sogar fast zehn Prozent. München erreichte sogar die besorgniserregende Marke von 20 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter und Monat im vierten Quartal.
Die steigenden Mieten haben dazu geführt, dass die Nachfrage in den acht Großstädten leicht um zwei Prozent gesunken ist. Im Gegensatz dazu verlagert sich die Nachfrage vermehrt ins Umland der Metropolen, wo sie um erstaunliche elf Prozent gestiegen ist. Sogar im ländlichen Raum konnte eine Zunahme von zehn Prozent verzeichnet werden, da Mieter dort ein breiteres Angebot und günstigere Mieten finden.
Ein Lichtblick in dieser Situation ist Hamburg, wo die Mieten im Jahresvergleich zwar gestiegen sind, jedoch deutlich unterdurchschnittlich mit 3,5 und 6,7 Prozent für Bestands- und Neubauwohnungen zulegten. Dies ist möglicherweise auf ein erfolgreiches "Bündnis für Wohnen" zurückzuführen, das bereits 2011 zwischen Politik und Immobilienwirtschaft geschlossen wurde.
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Zur AktienanalyseAngesichts der hohen Mieten und der wieder gesunkenen Bauzinsen verzeichnet der Wohnungsmarkt jedoch auch eine steigende Nachfrage von Käufern. Die Zinsen für den Kauf von Immobilien sind seit November 2023 kontinuierlich gesunken, was den Wunsch nach Wohneigentum wieder in den Fokus rückt. Die Kaufnachfrage in den Metropolen stieg im vierten Quartal 2023 deutlich an und liegt sogar über dem Niveau von Ende 2019, bevor die COVID-19-Pandemie ausbrach.
Trotzdem gibt es immer noch ein Überangebot auf dem Markt, aber Experten glauben, dass sich dies ab der zweiten Jahreshälfte 2024 ändern wird. Die Preise für Bestandswohnungen sind bereits gesunken, aber ein weiterer signifikanter Rückgang wird nicht erwartet. Preissteigerungen könnten jedoch frühestens ab Mitte 2024 eintreten, wenn sich die Rahmenbedingungen für Immobilienkäufer weiter verbessern und die Kreditbedingungen klarer werden. Daher könnte der aktuelle Zeitpunkt für den Immobilienerwerb günstig sein, da die Nachfrage voraussichtlich im Jahr 2024 wieder steigen wird und somit weniger Raum für Preisverhandlungen vorhanden sein könnte.

