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Microsoft verspricht: Keine höheren Strompreise durch Rechenzentren

Der Tech-Konzern Microsoft garantiert Anwohnern seiner neuen Rechenzentren stabile Energiepreise. Das Unternehmen will zudem mehr Wasser zurückführen als verbrauchen und lokale Steuereinnahmen erhöhen.

Microsoft verspricht: Keine höheren Strompreise durch Rechenzentren

Microsoft hat eine weitreichende Zusage gemacht: Verbraucher in Gemeinden mit neuen Microsoft-Rechenzentren sollen nicht mit höheren Stromkosten belastet werden. Dies kündigte Brad Smith, Präsident von Microsoft, am Dienstag an. Die Verpflichtung kommt zu einer Zeit, in der die Energiepreise in den USA aufgrund des KI-Booms stark steigen.

Vorfinanzierung der Infrastruktur

Microsoft will künftig im Voraus Verträge mit lokalen Energieversorgern abschließen. Diese sollen den Ausbau der notwendigen Infrastruktur ermöglichen, bevor die Rechenzentren in Betrieb gehen. Zusätzlich verspricht der Konzern, mehr Wasser zurückzuführen als zu verbrauchen und die Steuereinnahmen an den Standorten zu erhöhen.

Eine ähnliche Erklärung hatte Smith bereits im September in Racine, Wisconsin, abgegeben. Dort entsteht ein Microsoft-Rechenzentrum, das Anfang 2026 den Betrieb aufnehmen soll.

Strompreise steigen um 6 Prozent

Der Hintergrund der Initiative: In den USA zahlen Verbraucher mittlerweile deutlich mehr für Energie. Im August 2024 lagen die Strompreise 6 Prozent über dem Vorjahr, wie CNBC berichtete. Besonders betroffen sind Bundesstaaten mit vielen Rechenzentren.

Die Anlagen für künstliche Intelligenz benötigen erhebliche Energiemengen. Die Spezialprozessoren, die Systeme wie ChatGPT antreiben, verbrauchen im Betrieb große Mengen Strom – eine Belastung für die lokalen Netze.

Widerstand in Wisconsin

Die Auswirkungen neuer Rechenzentren sorgen für Unmut bei Anwohnern. In Caledonia, Wisconsin, gab Microsoft 2024 Pläne für ein Rechenzentrum auf, nachdem Bewohner Bedenken wegen des Wasser- und Stromverbrauchs geäußert hatten.

In Wisconsin hat der Energieversorger We Energies einen speziellen Stromtarif für große Rechenzentren vorgeschlagen. Microsoft fordert die staatliche Aufsichtsbehörde auf, den vom Konzern gezahlten Tarif anzuheben – ein Schritt, der andere Kunden entlasten soll.

Massive Expansion geplant

CEO Satya Nadella kündigte im Oktober an, die Rechenzentrumsfläche in den kommenden zwei Jahren nahezu zu verdoppeln. Im September-Quartal investierte Microsoft fast 35 Milliarden US-Dollar in Cloud- und KI-Infrastruktur – ein Anstieg von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Trump-Regierung involviert

Präsident Donald Trump meldete sich am Montag via Truth Social zu Wort. Seine Regierung habe mit Microsoft zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass Amerikaner nicht "die Zeche zahlen" für den Stromverbrauch der Rechenzentren. Smith bestätigte einen "konstruktiven Dialog" mit dem Weißen Haus seit Trumps Amtsantritt.

Microsoft baut seit über 15 Jahren Rechenzentren und gehört zu den größten Betreibern weltweit. Die neuen Zusagen könnten zum Vorbild für andere Tech-Konzerne werden, die ebenfalls massiv in KI-Infrastruktur investieren.

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