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Mexikos Inflation fällt unter Prognosen – Kerninflation im Zielbereich

Die mexikanische Teuerungsrate schwächte sich zum achten Mal in Folge ab und überraschte Analysten positiv.

Mexikos Inflation fällt unter Prognosen – Kerninflation im Zielbereich

Mexikos jährliche Inflationsrate hat sich in der ersten Julihälfte erneut abgeschwächt – und das stärker als von Marktteilnehmern erwartet. Wie das nationale Statistikamt INEGI am Donnerstag mitteilte, lag die 12-Monats-Inflation bei 3,10%. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 3,55% gelegen. Ökonomen hatten in einer Reuters-Umfrage einen Wert von 3,12% prognostiziert.

Damit verlangsamte sich die Teuerung in der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas zum achten Mal in Folge. Diese anhaltende Abwärtsbewegung ist ein deutliches Signal dafür, dass der Inflationsdruck in Mexiko spürbar nachlässt. Für Anleger und Beobachter der Schwellenländer ist diese Entwicklung von besonderer Bedeutung.

Kerninflation kehrt in den Zielkorridor zurück

Besonders beachtenswert ist die Entwicklung der Kerninflation. Der Kernpreisindex, der schwankungsanfällige Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg in den zwölf Monaten bis Anfang Juli um 3,95% – nach 4,12% in der ersten Junihälfte. Dieser Wert entsprach den Erwartungen der Analysten.

Entscheidend ist dabei: Die jährliche Kerninflation liegt nun wieder innerhalb des Zielkorridors der mexikanischen Zentralbank, der Bank von Mexiko. Diese strebt eine Inflationsrate von 3% an, mit einer Toleranzspanne von plus oder minus einem Prozentpunkt. Die Rückkehr der Kerninflation in diesen Korridor ist ein wichtiger geldpolitischer Meilenstein.

Bedeutung für die Geldpolitik

Für die Bank von Mexiko liefern diese Daten wichtige Orientierungspunkte. Eine Kerninflation innerhalb des Zielkorridors gibt der Zentralbank grundsätzlich mehr Spielraum bei ihren geldpolitischen Entscheidungen. Die Gesamtinflation von 3,10% liegt sogar unterhalb der Zielmitte von 3%, was die positive Tendenz unterstreicht.

Mexiko ist als zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region. Deutsche Anleger, die in Schwellenländerfonds oder direkt in mexikanische Wertpapiere investiert sind, sollten diese Inflationsdaten im Blick behalten. Sinkende Inflation kann Spielraum für Zinssenkungen eröffnen, was sich auf Anleihe- und Aktienmärkte auswirkt.

Die Daten wurden am 23. Juli von INEGI veröffentlicht und beziehen sich auf die erste Hälfte des Monats Juli. Die kontinuierliche Abschwächung der Teuerungsrate über nun acht aufeinanderfolgende Perioden deutet auf eine strukturelle Entspannung des Preisdrucks in der mexikanischen Wirtschaft hin.

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