ANZEIGE

Metas KI-Disruption erschüttert Broker: Schwab im Visier der Händler

Muses KI-Produkt von Meta lässt Charles Schwab-Aktie einbrechen, während Robinhood profitiert.

•• 4 Min
Metas KI-Disruption erschüttert Broker: Schwab im Visier der Händler

Die Ankündigung des neuen KI-Verbraucherprodukts Muse von Meta Platforms hat die Finanzwelt in Aufruhr versetzt. Besonders betroffen ist der traditionsreiche Broker Charles Schwab, dessen Aktie am Dienstag um sechs Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Juli fiel. Seit der Vorstellung von Muse hat das Papier mehr als acht Prozent verloren.

Während Schwab leidet, profitiert der Konkurrent Robinhood. Die Aktie des auf junge Anleger fokussierten Brokers erreichte ein neues Jahreshoch. Robinhood hatte bereits im Mai KI-Agenten eingeführt, die im Namen von Nutzern handeln und Portfolios verwalten können. Der Kontrast zwischen den beiden Aktienkursen zeigt, wie unterschiedlich die Marktteilnehmer die Bedrohung durch Künstliche Intelligenz im Maklergeschäft bewerten.

Breite Marktbewegung im Finanzsektor

Die Verwerfungen beschränken sich nicht auf Schwab und Robinhood. Auch andere Finanzdienstleister gerieten unter Druck. Die Aktien des Vermögensverwalters LPL Financial Holdings fielen am Dienstag um sieben Prozent. Interactive Brokers rutschte um ein Prozent ab. Raymond James Financial legte dagegen um 3,5 Prozent zu. Der State Street Financial Select Sector SPDR ETF (XLF) verlor zwei Prozent und notiert nun sechs Prozent unter den zu Monatsbeginn erreichten Höchstständen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein KI-Produkt diese Aktiengruppe durcheinanderwirbelt. Bereits im Februar fielen dieselben Titel, als die Tech-Plattform Altruist bekannt gab, dass ihre Plattform „Hazel“ Steuerplanungsstrategien für Privatpersonen und Berater erstellen kann. Während sich die Schwab-Aktie in den folgenden Monaten teilweise erholte, gelang dies LPL nicht.

Expertenstimmen zur Lage

Jimmy Lee, Gründer und CEO der The Wealth Consulting Group, die über acht Milliarden Dollar an Vermögen verwaltet, ordnete die Situation ein: „Schwab ist ein interessantes Tier. Für uns im Beraterumfeld sind sie eher neutral und versuchen herauszufinden, wie sie ihren Marktanteil am besten schützen. Ich denke nicht, dass Meta aus Sicht der Verwahrung viel Wettbewerb bringt, da es nicht wie die Plattform von Altruist ist, aber es wird erhebliche disruptive Veränderungen bei den finanziellen Zwischenhändlern geben, die Gebühren für Abrechnung, Reporting, Handel und so weiter berechnen.“

Metas KI-Assistent selbst gibt an, nicht für Nutzer handeln oder finanzielle Ratschläge erteilen zu können. Auf die Frage, wie er die Arbeit eines Finanzberaters oder Maklers nachahmen könnte, listet er jedoch Fähigkeiten auf, darunter die Verfolgung von Investitionen und Fortschritten hin zu Zielen sowie die Analyse, wie Portfoliohaltungen zusammenpassen.

Schwab reagiert mit eigener KI-Initiative

Letzte Woche kündigte Schwab Advisor Services, die Plattform des Unternehmens für registrierte Anlageberater, eine Zusammenarbeit mit Anthropic an, um Claude for Financial Advisors zu entwickeln. Bereits im Mai hatte Schwab ein KI-Tool eingeführt, das maßgeschneiderte Analysen aus der Forschungsabteilung des Unternehmens enthält. Vertreter von Schwab reagierten nicht auf eine Anfrage zur Kommentierung. Auch Robinhood lehnte eine Stellungnahme ab.

Optionsmarkt signalisiert anhaltenden Druck auf Schwab

Die Bedrohung für Schwab könnte von Dauer sein, wie die Daten des Optionsmarktes zeigen. Das Optionsvolumen in Schwab war am Dienstag mehr als fünfmal so hoch wie der Durchschnitt. Dabei wurden fast doppelt so viele Puts wie Calls gekauft, wie Daten von Cboe LiveVol belegen. Der beliebteste Kaufvertrag war der Put mit einem Ausübungspreis von 90 Dollar, der Mitte Januar ausläuft – eine Wette darauf, dass die Aktie in den nächsten drei Monaten um weitere 13 Prozent fällt.

Bei Robinhood zeigte sich ein genau gegenteiliges Bild. Händler kauften dort doppelt so viele Calls wie Puts. Mehr als 80 Prozent der 95 Millionen Dollar an gehandelten Prämien waren mit Calls verbunden. Der am häufigsten gehandelte Vertrag war der Call mit einem Ausübungspreis von 125 Dollar, der am Freitag ausläuft.

Robinhoods Aufschwung und die Rolle der jungen Generation

Der jüngste Aufschwung bringt die Robinhood-Aktie auf eine Jahresrallye von zehn Prozent, nachdem sie in den ersten drei Monaten mehr als 40 Prozent verloren hatte. Der auf Privatanleger fokussierte Broker, der auch digitale Bankdienstleistungen und Beratung anbietet, ist in den vergangenen drei Jahren um 1200 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Die Schwab-Aktie legte im selben Zeitraum um 83 Prozent zu, der XLF um 65 Prozent.

Gav Blaxburg, Gründer von Wolf Financial, einer beliebten Online-Händler-Enklave, erklärte: „Gen Z und Millennials neigen zu Plattformen wie Robinhood und Public, weshalb diese Plattformen Produkte so schnell ausliefern. Robinhood hat genug Vertrauen aufgebaut, indem es seine Marke seit Gamestop neu positioniert hat, und sie ermöglichen es Agenten, buchstäblich alles zu handeln.“

Piper-Sandler-Analyst Patrick Moley hatte bereits im April in einem Bericht gewarnt: „KI und Tokenisierung bedrohen damit, die Reibungen abzubauen, die traditionelle Finanzintermediäre historisch monetarisiert haben. Schwabs Abhängigkeit von niedrigverzinsenden Sweep-Geldern stellt ihn eindeutig ins Visier.“

MetaMuseKICharles SchwabRobinhoodBrokerAktienDisruption

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.