Meta Platforms plant Cloud-Geschäft und überrascht Aktionäre positiv
Zuckerberg enthüllt Pläne zur Vermietung von KI-Rechenkapazitäten – trotz gemischter Q2-Zahlen ein starkes Signal für Investoren.

Meta Platforms hat am 29. Juli seinen Ergebnisbericht für das zweite Quartal 2025 veröffentlicht. Der Umsatz des Konzerns stieg im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden US-Dollar – ein beeindruckendes Wachstum. Doch der Gewinn pro Aktie sank um 13 Prozent auf 6,18 US-Dollar, und der freie Cashflow brach um fast 91 Prozent auf lediglich 784 Millionen US-Dollar ein.
Der Hauptgrund für diesen Rückgang liegt in den massiven Investitionen in künstliche Intelligenz. Meta gibt ein kleines Vermögen für KI-Infrastruktur aus, was die Margen und das Nettoergebnis spürbar belastet. Viele Anleger reagierten verunsichert auf die Zahlen – doch CEO Mark Zuckerberg lieferte während der Telefonkonferenz zum Quartalsbericht eine Botschaft, die Zuversicht wecken soll.
Zuckerberg: Starke Nachfrage nach Rechenkapazitäten
In den vergangenen Wochen kursierten Berichte, wonach Meta plant, überschüssige KI-Rechenkapazitäten an andere Unternehmen zu vermieten. Zuckerberg bestätigte das Interesse des Marktes an diesen Kapazitäten mit klaren Worten: „Wir erhalten viele Angebote für Rechenleistung mit einem erheblichen Aufschlag gegenüber dem, was wir dafür bezahlt haben."
Diese Aussage ist keine bloße Ankündigung ohne Substanz. Berichten zufolge befindet sich Meta in frühen Gesprächen über die Vermietung von KI-Rechenleistung an Anthropic, ein privates Unternehmen und führend in der Entwicklung großer Sprachmodelle. Der Deal ist noch nicht abgeschlossen, doch allein die Tatsache, dass solche Verhandlungen stattfinden, zeigt: Meta sieht eine echte Nachfrage nach den Dienstleistungen, die es anbieten möchte.
Damit würde Meta in einen Markt eintreten, der von etablierten Schwergewichten dominiert wird. Amazon, Microsoft und Alphabet gelten als die führenden Anbieter im Cloud-Computing-Segment – ein Markt, der enormes Wachstumspotenzial besitzt. Einigen Schätzungen zufolge werden die globalen Ausgaben für KI-Infrastruktur bis 2029 die Marke von einer Billion US-Dollar überschreiten, verglichen mit 318 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr.
Was das für Meta-Aktionäre bedeutet
Das Kerngeschäft von Meta – die Werbevermarktung über seine Plattformen – bleibt stark und profitiert zunehmend von KI-gestützten Optimierungen. Hinzu kommt das gewaltige Nutzernetzwerk: 3,6 Milliarden täglich aktive Nutzer auf den verschiedenen Websites und Apps des Konzerns bieten erhebliche Monetarisierungsmöglichkeiten.
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Zur AktienanalyseEin erfolgreich aufgebautes Cloud-Geschäft könnte den Umsatz weiter steigern und das Gewinnwachstum beschleunigen. Da ein Großteil der KI-Investitionen bereits getätigt wurde, würde ein solches Geschäftsmodell mit hoher Wahrscheinlichkeit die Margen des Unternehmens verbessern. Die bereits getätigten Ausgaben wären dann nicht nur Kostenfaktor, sondern auch Grundlage für neue Einnahmen.
Für deutsche Privatanleger, die Meta im Depot haben oder beobachten, ergibt sich folgendes Bild: Die kurzfristigen Quartalszahlen sind durch die hohen KI-Investitionen belastet. Mittelfristig jedoch könnte das geplante Cloud-Geschäft als zusätzlicher Wachstumstreiber wirken. Analysten und Beobachter sehen in möglichen Kursrücksetzern daher eine potenzielle Einstiegsgelegenheit – vorausgesetzt, Meta gelingt es, seine ambitionierten Pläne tatsächlich umzusetzen.


