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Meta Platforms: Ist dies die günstigste Big-Tech-Aktie?

Meta Platforms wächst schneller als Amazon, Alphabet und Microsoft – und wird dennoch günstiger bewertet als alle drei Konkurrenten.

Meta Platforms: Ist dies die günstigste Big-Tech-Aktie?

Meta Platforms (NASDAQ: Meta) gehört derzeit nicht zu den Lieblingsaktien des Marktes. Dennoch hat sich die Aktie in den vergangenen Wochen von ihren Tiefstständen erholt – angetrieben von Gerüchten, dass Meta den Aufbau einer eigenen Cloud-Computing-Sparte plant. Trotz dieser Erholung gilt die Aktie im Vergleich zu ihren Wettbewerbern weiterhin als günstig bewertet.

Günstig bedeutet allerdings nicht automatisch unterbewertet. Manchmal spiegelt ein niedriger Aktienkurs schlicht einen Geschäftsbetrieb im Niedergang wider. Bei Meta ist das jedoch nicht der Fall – das Kerngeschäft läuft robust.

Metas Bewertung im Vergleich zu den Konkurrenten

Aus Bewertungssicht wird Meta aktuell deutlich günstiger gehandelt als der breite Markt. Der S&P 500 wird mit dem 21,7-Fachen der erwarteten Gewinne bewertet. Amazon kommt auf das 29-Fache, Alphabet auf das 25-Fache der erwarteten Gewinne. Microsoft liegt mit dem 20,7-Fachen knapp unter Meta und ist damit der einzige der großen KI-Hyperscaler, der nicht teurer ist als Meta.

Besonders auffällig ist dabei: Meta wächst umsatzmäßig schneller als alle drei genannten Konkurrenten. Es ist selten, dass man die am schnellsten wachsende Aktie einer Gruppe zum günstigsten Preis erwerben kann – genau das bietet Meta Anlegern derzeit.

Als direktester Vergleich gilt Alphabet, da beide Unternehmen ihr Kerngeschäft auf Werbung aufgebaut haben. Dass Meta trotz höherer Wachstumsdynamik mit einem niedrigeren Kurs-Gewinn-Verhältnis gehandelt wird als Alphabet, unterstreicht die mögliche Unterbewertung.

Warum ist der Markt skeptisch gegenüber Meta?

Der Grund für die verhaltene Marktbewertung liegt in der Unsicherheit rund um Metas massive KI-Investitionen. Das Unternehmen gibt Hunderte Milliarden US-Dollar für KI-Rechenkapazitäten aus – ohne bislang wirklich bahnbrechende Ergebnisse vorweisen zu können. Das macht Investoren nervös.

Hinzu kommt, dass Meta historisch gesehen eine schwache Erfolgsbilanz beim Besitz von Spitzentechnologien aufweist. Der Markt ist daher skeptisch, ob die enormen Ausgaben langfristig Früchte tragen werden. Diese Kombination aus hohen Investitionen und ausbleibenden Durchbrüchen drückt auf die Stimmung rund um die Aktie.

Cloud-Computing als möglicher Kurstreiber

Ein potenzieller Wendepunkt könnte der geplante Einstieg in das Cloud-Computing-Geschäft sein. Meta erwägt, ungenutzte Rechenkapazitäten in einen umsatzgenerierenden Vermögenswert umzuwandeln – ein Modell, das der Markt erfahrungsgemäß honoriert. Allein die Gerüchte darüber haben der Aktie zuletzt Auftrieb gegeben.

Sollte Meta ein Cloud-Computing-Geschäft offiziell ankündigen und erste Kunden gewinnen, könnte der Markt eine Bewertung im mittleren 20er-Bereich des erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnisses für angemessen halten. Das würde weiteres Aufwärtspotenzial für die Aktie freisetzen.

Bleibt die Ankündigung jedoch aus, dürfte der Markt an seiner kritischen Haltung festhalten – und die Aktie könnte erneut unter Druck geraten. Der aktuelle Kurs spiegelt genau diese Unsicherheit wider.

Insgesamt bietet Meta ein starkes Werbegeschäft als solide Basis, ein potenzielles Cloud-Computing-Geschäft als Wachstumsoption sowie KI-Produkte mit langfristigem Ertragspotenzial. Für Anleger mit einem mittelfristigen Horizont könnte die Aktie damit eine attraktive Gelegenheit darstellen.

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