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Meta kürzt Budget für Metaverse-Projekte

Konzern plant tiefere Einschnitte und fokussiert sich stärker auf KI und Hardware

Meta kürzt Budget für Metaverse-Projekte

Meta steht laut einem Medienbericht vor deutlichen Einschnitten bei seinem Metaverse-Projekt. Der Technologiekonzern hatte die Entwicklung virtueller Welten einst als strategischen Kernbereich betrachtet und 2021 sogar seinen Namen geändert, um diesen Fokus sichtbar zu machen. Nun sollen die Ressourcen für die Metaverse-Gruppe nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg erheblich reduziert werden. Demnach könnte im kommenden Jahr bis zu 30 Prozent des Budgets gestrichen werden. Betroffen wären sowohl das Produkt Horizon Worlds als auch die Virtual-Reality-Sparte Quest.

Die Meta-Aktie legte am Donnerstag im frühen Handel in New York um rund vier Prozent zu. Bereits seit längerer Zeit fordern einige Analysten und Investoren eine stärkere Abgrenzung von den Projekten der Reality-Labs-Abteilung, da diese hohe Ausgaben verursacht, ohne nennenswerte Erlöse zu erzielen. Ein Analyst der Beratung Forrester hatte im April prognostiziert, Meta könne seine Metaverse-Aktivitäten noch vor Jahresende einstellen.

Mit den geplanten Budgetkürzungen könnten im Januar Stellenstreichungen verbunden sein. Eine endgültige Entscheidung stehe laut Bericht jedoch noch aus. Die Schritte sollen Teil der Budgetplanung für das Jahr 2026 sein. Konzernchef Mark Zuckerberg habe Einsparungen von zehn Prozent in allen Sparten gefordert, wie es bei früheren Budgetrunden ebenfalls üblich gewesen sei. Die Metaverse-Gruppe müsse in diesem Jahr jedoch überproportional kürzen, da sich der Wettbewerb in diesem technologischen Feld nicht wie erhofft entwickelt habe.

Die Metaverse-Gruppe ist in die Reality-Labs-Einheit eingebettet, die sich auf langfristige Investitionen in VR-Headsets und AR-Brillen konzentriert. Seit Anfang 2021 hat diese Sparte mehr als 70 Milliarden Dollar Verlust verzeichnet. Auch Aufsichtsbehörden äußern zunehmend Kritik an den Projekten, weil sie Risiken für Privatsphäre und Sicherheit von Kindern in virtuellen Umgebungen sehen.

Zuckerberg erwähnt das Metaverse inzwischen kaum noch öffentlich oder in Unternehmensberichten. Seine frühere Vision einer Arbeits- und Freizeitwelt in vollständig digitalen Räumen hat sich bislang nicht durchgesetzt. Der Konzernchef richtet den Fokus nun stärker auf große KI-Modelle, Chatbots und weitere generative KI-Anwendungen sowie auf Hardwareprodukte, die eng mit diesen Technologien verknüpft sind. Dazu zählt unter anderem die Ray-Ban-Smartbrille von Meta. Zudem treibt Meta die Weiterentwicklung von Verbraucherhardware voran und hat dafür kürzlich den obersten Designchef von Apple verpflichtet.

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