Meta-Aktie: Jefferies sieht Kaufchance nach Kursrückgang
Die Investmentbank Jefferies stuft Meta trotz deutlicher Kursverluste als Top-Pick ein. Analysten sehen attraktive Bewertung und nennen fünf Gründe für den Einstieg.

Die Meta-Aktie hat in den vergangenen Wochen deutlich an Wert verloren – doch genau darin sieht die Investmentbank Jefferies eine Kaufgelegenheit. In einer aktuellen Kundenmitteilung bezeichnet das Analysehaus die Aktie des Social-Media-Giganten als "Top Pick" und nennt fünf überzeugende Gründe für einen Einstieg auf dem aktuellen Niveau.
Massive Bewertungslücke zu Google
Analyst Brent Thill hebt hervor, dass Meta mittlerweile mit einem "8-fachen KGV-Abschlag auf NTM-Basis gegenüber Google" gehandelt wird. Diese erhebliche Bewertungsdifferenz sei durch Bedenken hinsichtlich der Gewinnmargen, hoher Investitionsausgaben und der KI-Implementierung entstanden. Sollte Meta diese Herausforderungen bewältigen, biete sich "erhebliches Aufwärtspotenzial".
Begrenztes Abwärtsrisiko bei den Prognosen
Jefferies rechnet mit begrenztem Abwärtsrisiko bei den Schätzungen und sieht sogar Potenzial für positive Revisionen bis 2026. Selbst wenn Meta die Investitionsausgaben für 2026 über den Konsensschätzungen von rund 110 Milliarden Dollar und die Betriebskosten über etwa 150 Milliarden Dollar prognostiziert, erwarten die Analysten "keine Überraschung für die Anleger". Das Management sei bekannt dafür, konservative Prognosen abzugeben, und das vierte Quartal dürfte als "Höhepunkt des Drucks" angesehen werden.
KI-Offensive nimmt Fahrt auf
Besonders optimistisch zeigt sich Jefferies hinsichtlich Metas Fortschritte im Bereich künstliche Intelligenz. Neue "erstklassige KI-Neueinstellungen" sollen voraussichtlich Anfang 2026 ein leistungsfähigeres Frontier-Modell liefern. Dies könnte dem Unternehmen helfen, "das Ruder herumzureißen" nach früheren Herausforderungen mit Llama 4. Die Analysten sind überzeugt, dass Meta sein "durch KI angetriebenes Kern-Schwungrad" in diesem Jahr weiter stärken kann.
WhatsApp und Threads als Wachstumstreiber
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Zur AktienanalyseEin weiterer wichtiger Faktor sind die zusätzlichen Umsatztreiber. WhatsApp generiert nach Schätzungen von Jefferies bereits heute einen annualisierten Umsatz von etwa 9 Milliarden Dollar. Bis zum Geschäftsjahr 2029 könnte dieser auf beeindruckende 36 Milliarden Dollar anwachsen. Auch Threads mit rund 500 Millionen Nutzern bietet frühes Monetarisierungspotenzial.
Neue Erlösquellen durch KI-Dienste
Zudem sehen die Analysten Potenzial in kostenpflichtigen KI-Funktionen. Llama und Metas breiteres KI-Angebot könnten künftig Premium-Features einführen und so zusätzliche Einnahmequellen erschließen. Dies würde die Abhängigkeit vom traditionellen Werbegeschäft weiter reduzieren und neue Wachstumsperspektiven eröffnen.

