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Merck übertrifft Quartalszahlen – Ausblick 2026 enttäuscht wegen Patentverlusten

Starke Keytruda-Nachfrage treibt Q4-Ergebnis, doch Generika-Konkurrenz belastet Jahresprognose deutlich unter Erwartungen.

Merck übertrifft Quartalszahlen – Ausblick 2026 enttäuscht wegen Patentverlusten

Der US-Pharmakonzern Merck hat im vierten Quartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Erwartungen der Analysten übertroffen. Haupttreiber war die anhaltend starke Nachfrage nach dem Krebsmedikament Keytruda, der umsatzstärksten Immuntherapie des Unternehmens. Auch mehrere neuere Produkte trugen zum positiven Ergebnis bei.

Allerdings trübte die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 die Stimmung erheblich. Merck rechnet mit einem Umsatz zwischen 65,5 und 67 Milliarden US-Dollar – deutlich unter der Analystenschätzung von 67,6 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 5,00 und 5,15 Dollar liegen, während Experten 5,36 Dollar erwartet hatten.

Der Grund für den verhaltenen Ausblick liegt im drohenden Patentverlust mehrerer wichtiger Medikamente. Die Diabetes-Präparate Januvia und Janumet sowie das Narkosemittel Bridion verlieren im Laufe des Jahres ihren Patentschutz und müssen sich künftig gegen günstigere Generika behaupten. Obwohl diese Produkte nicht die Umsatzstärke von Keytruda erreichen, wird ihr kombinierter Rückgang das Unternehmen spürbar belasten.

Milliardenschwere Sonderbelastung durch Cidara-Übernahme

Zusätzlich belastet eine einmalige Abschreibung von rund 9 Milliarden Dollar die Prognose. Diese steht im Zusammenhang mit der Übernahme des Biotech-Unternehmens Cidara, das ein Grippeimpfstoff-Kandidat entwickelt. Die Belastung entspricht etwa 3,65 Dollar je Aktie.

Die Jahresprognose berücksichtigt zudem "überschaubare Auswirkungen" aus der im Dezember mit US-Präsident Donald Trump vereinbarten Preisvereinbarung für Medikamente. Auch die jüngste Kürzung des Impfplans für Kinder in den USA durch die Trump-Regierung fließt in die Erwartungen ein, wie ein Unternehmenssprecher bestätigte.

Trotz der gedämpften Aussichten bleibt Keytruda das Zugpferd im Merck-Portfolio. Die Krebsimmuntherapie profitiert weiterhin von Zulassungserweiterungen und steigender Nachfrage in verschiedenen Tumorarten. Für deutsche Anleger bleibt abzuwarten, wie sich der Generika-Druck auf die Margen auswirkt und ob neue Produktkandidaten die entstehenden Lücken mittelfristig schließen können.

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