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Merck steigert Gewinn im dritten Quartal

Erholung im Laborgeschäft und Springworks-Zukauf stützen engere Jahresprognose

Merck steigert Gewinn im dritten Quartal

Der Pharma- und Technologiekonzern Merck KGaA verzeichnet im dritten Quartal einen deutlich höheren Gewinn als von Marktteilnehmern erwartet. Trotz anhaltender Belastungen durch negative Währungseffekte erreichte das Unternehmen ein solides Ergebnis und profitierte vor allem von einer Erholung im Laborgeschäft. In diesem Bereich zog die Nachfrage nach Produkten entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Arzneimittelproduktion deutlich an, was maßgeblich zum Umsatzwachstum beitrug.

Auch die Pharmasparte lieferte einen spürbaren Beitrag zum positiven Ergebnis. Der jüngste Erwerb des Krebsspezialisten Springworks Therapeutics zeigte bereits Wirkung und stärkte das operative Geschäft. Diese Akquisition fügt sich in die strategische Ausrichtung des Konzerns ein, externe Wachstumsimpulse zu nutzen und das Portfolio in therapeutischen Zukunftsfeldern auszubauen.

Auf Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung passte die Konzernleitung die Prognose für das laufende Jahr an. Die erwartete Umsatzspanne liegt nun zwischen 20,8 und 21,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll zwischen 6,0 und 6,2 Milliarden Euro erreichen. Die Eingrenzung erfolgt vor dem Hintergrund einer klareren Sicht auf die Jahresentwicklung. Zum Vergleich erreichte Merck im Jahr zuvor bei einem Umsatz von 21,2 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis von 6,1 Milliarden Euro.

Im dritten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ein Prozent auf 5,32 Milliarden Euro. Bereinigt um Währungseffekte wuchs Merck aus eigener Kraft um mehr als fünf Prozent. Die Währungseinflüsse minderten jedoch einen Großteil der Ergebnisverbesserung. Das operative Ergebnis legte nominal um 3,1 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro zu, womit der Konzern über den Erwartungen der Analysten lag. Nach Steuern erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 898 Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal 812 Millionen Euro erreicht worden waren.

Parallel zur positiven Entwicklung einzelner Geschäftsbereiche blieb die Belastung durch die Wechselkursentwicklung bestehen und stellte weiterhin einen wesentlichen Einflussfaktor dar. Dennoch verdeutlichen die aktuellen Zahlen eine stabile operative Entwicklung. Die Kombination aus organischem Wachstum, verstärkter Nachfrage in der Laborsparte und den ersten Effekten des Zukaufs bildet die Grundlage der angepassten Jahresprognose. Die Geschäftsentwicklung zeigt damit eine Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumspfads, auf dessen Basis Merck die Erwartungen für das Gesamtjahr präziser definiert hat.

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