Merck stärkt sich mit Übernahme von Modifi Biosciences
Neue Krebstherapien sollen Umsatzeinbußen durch Keytruda-Patentverlust ausgleichen

Der US-amerikanische Pharmakonzern Merck & Co hat eine wichtige Übernahme im Bereich der Krebstherapien abgeschlossen. Für bis zu 1,3 Milliarden Dollar erwirbt Merck das privat geführte Biotech-Unternehmen Modifi Biosciences. Bereits 30 Millionen Dollar wurden als Vorauszahlung geleistet, wie Modifi am Mittwoch bekannt gab. Der Kauf ist Teil von Mercks Strategie, sich weiter im Bereich der Onkologie zu stärken, um auf den drohenden Verlust des Patentschutzes für das umsatzstärkste Medikament Keytruda vorbereitet zu sein.
Die Übernahme umfasst erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen, die den Deal auf bis zu 1,3 Milliarden Dollar anwachsen lassen könnten. Das Biotech-Unternehmen Modifi Biosciences entwickelt eine neue Klasse von Therapien mit dem Namen KL-50, die insbesondere bei schwer behandelbaren Hirntumoren zum Einsatz kommen sollen. Diese Therapien befinden sich aktuell noch in einem frühen Stadium der klinischen Entwicklung. Ein besonderer Fokus liegt darauf, Krebszellen gezielt durch eine Veränderung der Krebs-DNA zu zerstören. Mit dem Kauf sichert sich Merck den Zugang zu diesen vielversprechenden, innovativen Ansätzen.
Mercks Übernahmestrategie hängt eng mit den bevorstehenden Herausforderungen rund um das Medikament Keytruda zusammen. Dieses Medikament ist das weltweit umsatzstärkste verschreibungspflichtige Mittel und sorgt derzeit für erhebliche Einnahmen bei Merck. Da Keytruda jedoch gegen Ende des Jahrzehnts seinen Patentschutz verlieren wird, rechnet der Konzern mit Umsatzeinbußen. Um dem entgegenzuwirken, sucht Merck verstärkt nach neuen Möglichkeiten und Technologien im Bereich der Krebstherapien.
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Zur AktienanalyseDer Pharmakonzern hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, dass Übernahmen in Höhe von bis zu 15 Milliarden Dollar in Betracht gezogen werden. Ziel ist es, das Unternehmen für die Zukunft zu wappnen, indem innovative Behandlungsansätze und Technologien erworben werden, die das Portfolio von Merck ergänzen. Die Übernahme von Modifi Biosciences ist dabei nur ein Teil der Strategie, um den erwarteten Umsatzrückgängen durch den Verlust des Keytruda-Patentschutzes entgegenzuwirken.


