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Merck KGaA vor Trendwende: Jahresergebnisse am 5. März entscheidend

Nach vier Jahren Kursverlust könnte der Darmstädter Konzern 2025 wieder Gewinnwachstum zeigen.

Merck KGaA vor Trendwende: Jahresergebnisse am 5. März entscheidend

Die Merck KGaA steht möglicherweise vor einer Kehrtwende. Nach einer Halbierung des Aktienkurses in den vergangenen vier Jahren mehren sich die Anzeichen für eine Erholung. Die entscheidenden Signale dürften die Geschäftszahlen für 2024 liefern, die das Darmstädter Unternehmen am 5. März vorlegen wird.

Bankanalysten erwarten für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 21 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 2,9 Milliarden Euro. Damit würde Merck zwar unter dem Rekordergebnis von 2022 bleiben, als bei 22,2 Milliarden Euro Erlösen ein Nettogewinn von 3,3 Milliarden Euro zu Buche stand. Doch die Entwicklung bis zum Herbst verlief bereits besser als von Experten prognostiziert.

Sollte sich diese positive Tendenz bis zum Jahresende fortgesetzt haben, könnte der Nettogewinn sogar die Marke von drei Milliarden Euro überschreiten. Das wäre nach zwei schwächeren Jahren erstmals wieder ein echtes Gewinnplus und würde die Basis für weiteres Wachstum in 2025 schaffen.

Strategische Expansion im Onkologie-Bereich

Die Wachstumsperspektiven werden durch mehrere vielversprechende Entwicklungen gestützt. Mit der Übernahme des US-Krebsspezialisten Springworks baut Merck seine starke Position auf dem amerikanischen Markt gezielt aus. Besonders interessant: Das Unternehmen verfügt mit Pimicotinib über ein innovatives Medikament gegen seltene Tumorerkrankungen.

Das Präparat ist bereits in China zugelassen und steht kurz vor der Markteinführung in Europa und den USA. Für 2025 rechnen Analysten mit ersten Umsatzbeiträgen aus diesem Segment, die das Wachstum zusätzlich stützen könnten.

Chip-Materialien für KI-Anwendungen als Wachstumstreiber

Ein weiterer Hoffnungsträger ist das Geschäft mit Materialien für die Halbleiterindustrie. Merck profitiert hier vom anhaltenden Boom bei Künstlicher Intelligenz und dem damit verbundenen Bedarf an leistungsfähigen Chips. Eine neue Großproduktion in Taiwan soll die Kapazitäten deutlich erweitern und die Marktposition stärken.

Die Kombination aus solider Geschäftsentwicklung, strategischen Zukäufen und Wachstumschancen in Zukunftsmärkten könnte die Merck-Aktie für antizyklisch orientierte Anleger interessant machen. Die Zahlen am 5. März werden zeigen, ob die Trendwende tatsächlich eingeleitet ist.

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