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Merck erhält 700 Millionen Dollar von Blackstone

Finanzspritze soll Entwicklung des experimentellen Krebstherapeutikums sac-TMT beschleunigen

Merck erhält 700 Millionen Dollar von Blackstone

Der US-Pharmakonzern Merck & Co. hat eine Finanzierungsvereinbarung mit Blackstone Life Sciences geschlossen, um die Entwicklung einer experimentellen Krebstherapie voranzutreiben. Blackstone wird dabei 700 Millionen US-Dollar bereitstellen, um einen Teil der klinischen Entwicklungskosten des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats sac-TMT zu finanzieren.

Bei diesem Therapieansatz werden Krebsmedikamente gezielt an Tumorzellen abgegeben, wodurch gesunde Zellen im Vergleich zu herkömmlicher Chemotherapie weitgehend geschont werden. Sac-TMT richtet sich gegen das auf der Oberfläche verschiedener Krebszellen vorkommende Protein Trophoblast Cell-Surface Antigen 2 (Trop-2). Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, die dieses Protein adressieren, haben in bisherigen Studien vielversprechende anti-tumorale Wirkungen gezeigt.

Merck testet sac-TMT derzeit in 15 globalen Spätphasenstudien, die sich auf sechs Tumorarten konzentrieren, darunter Brust-, Endometrium- und Lungenkrebs. Das Unternehmen will damit seine Produktpipeline erweitern, da der erfolgreiche Immuntherapie-Wirkstoff Keytruda im Laufe des Jahrzehnts zunehmender Konkurrenz durch günstigere Biosimilars ausgesetzt sein wird.

Die Zahlung der vereinbarten Mittel soll sich über das Jahr 2026 erstrecken. Im Gegenzug kann Blackstone bei einer späteren Zulassung in den USA Lizenzgebühren im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich auf die Nettoumsätze von sac-TMT erhalten. Merck behält jedoch die vollständige Kontrolle über Entwicklung, Produktion und Vermarktung der Therapie.

Caroline Litchfield, Finanzvorständin von Merck, betonte, dass diese Investition Teil einer langfristigen Strategie sei, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, ohne dabei die finanzielle Stabilität aus den Augen zu verlieren. Sac-TMT wird im Rahmen einer exklusiven Lizenz- und Kooperationsvereinbarung mit dem chinesischen Biotechnologieunternehmen Sichuan Kelun-Biotech entwickelt.

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