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Merck-Aktie steigt nach positiven Lungenkrebs-Studiendaten von Partner Kelun-Biotech

Spätphasenstudie zeigt: Kombination aus sac-TMT und Keytruda übertrifft bisherige Standardtherapie bei fortgeschrittenem Lungenkrebs.

Merck-Aktie steigt nach positiven Lungenkrebs-Studiendaten von Partner Kelun-Biotech

Die Aktie von Merck & Co legte am Dienstag um 2,5 Prozent zu. Auslöser war eine positive Meldung des chinesischen Biotechpartners Kelun-Biotech, der vielversprechende Ergebnisse aus einer Spätphasenstudie zu Lungenkrebs veröffentlichte. Im vorbörslichen Handel notierte die Merck-Aktie bei 123,91 US-Dollar.

Kelun-Biotech gab bekannt, dass sein experimentelles Krebsmedikament sac-TMT in Kombination mit Mercks Blockbuster-Immuntherapie Keytruda das primäre Studienziel erreicht hat. Die Studie untersuchte Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs in der sogenannten Erstlinienbehandlung – also der ersten Therapie nach der Diagnose – deren Tumore keine PD-L1-Expression aufwiesen. Diese Patientengruppe gilt als besonders schwer zu behandeln, da sie auf reine Immuntherapien häufig schlechter anspricht.

Kombination schlägt bisherigen Behandlungsstandard

Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination aus sac-TMT und Keytruda den Patienten half, im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie – Keytruda plus Chemotherapie – länger ohne eine Verschlechterung ihrer Erkrankung zu überleben. Darüber hinaus zeigte die Kombination einen positiven Trend beim Gesamtüberleben, was als weiteres wichtiges Erfolgskriterium in der Onkologie gilt.

Laut Kelun-Biotech handelt es sich dabei um die erste Spätphasenstudie weltweit, in der eine Kombination aus einem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) und einer Immuntherapie ihr Hauptziel in diesem spezifischen Erstlinien-Szenario bei Lungenkrebs erreicht hat. Antikörper-Wirkstoff-Konjugate gelten als eine der vielversprechendsten neuen Wirkstoffklassen in der Krebstherapie, da sie zielgerichtet Tumorzellen angreifen und dabei gesundes Gewebe schonen sollen.

Akash Tewari, Analyst bei Leerink Partners, bewertete die Studiendaten positiv. Er kommentierte, dass die Ergebnisse das Potenzial von sac-TMT plus Keytruda untermauern, die derzeitigen Standardtherapien in einer breiteren Patientenpopulation in der Erstlinienbehandlung von Lungenkrebs herauszufordern. Dies wäre ein bedeutender Schritt, da Lungenkrebs weltweit zu den häufigsten und tödlichsten Krebserkrankungen zählt.

Keytruda punktet auch bei Gebärmutterkrebs

Unabhängig von den Kelun-Daten meldete Merck am Mittwoch einen weiteren Studienerfolg: Keytruda erreichte das Hauptziel in einer Spätphasenstudie bei fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom – also Gebärmutterkrebs, der zurückgekehrt ist oder sich ausgebreitet hat. Damit festigt Merck die Stellung von Keytruda als eines der vielseitigsten Krebsmedikamente auf dem Markt.

Keytruda ist bereits seit Jahren das umsatzstärkste Medikament von Merck und ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstrategie. Der Wirkstoff Pembrolizumab ist ein sogenannter PD-1-Inhibitor, der das Immunsystem des Körpers dabei unterstützt, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen. Die neuen Studiendaten sowohl bei Lungenkrebs als auch beim Endometriumkarzinom deuten darauf hin, dass Keytruda sein Anwendungsspektrum weiter ausbauen könnte – ein wichtiges Signal für Investoren angesichts des bevorstehenden Patentablaufs des Medikaments in den kommenden Jahren.

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