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Mercedes-Benz spart – neue Vereinbarung mit dem Betriebsrat

Personalabbau, Tarifverzicht und verlängerte Kündigungssperre bis 2035 beschlossen

Mercedes-Benz spart – neue Vereinbarung mit dem Betriebsrat

Mercedes-Benz hat mit dem Gesamtbetriebsrat ein umfangreiches Sparprogramm vereinbart. Die Beschäftigten wurden am frühen Morgen über ein Video im Intranet über die beschlossenen Maßnahmen informiert. Ein zentraler Bestandteil ist ein Personalabbau-Programm, das im Vergleich zu vorherigen Programmen verbesserte Konditionen bieten soll. Details zu diesen Konditionen wurden bisher nicht offiziell bekannt gegeben. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen müssen sowohl die betroffenen Mitarbeiter als auch das Unternehmen dem jeweiligen Ausscheiden zustimmen, um die sogenannte doppelte Freiwilligkeit zu gewährleisten.

Ein weiterer Bestandteil der Einigung ist die Verlagerung von Aufgaben in der Verwaltung an externe Dienstleister. Zudem erhalten die Mitarbeiter eine vollständige Ergebnisbeteiligung. Beschäftigte in Vollzeit können mit einer Sonderzahlung in Höhe von 5220 Euro rechnen. Die derzeitige Vereinbarung zur Ergebnisbeteiligung läuft jedoch im Jahr 2027 aus. Ob und in welcher Form sie danach fortgesetzt wird, bleibt offen.

Zusätzlich sieht die Vereinbarung Einschnitte bei den kommenden Tariferhöhungen vor. Für die Jahre 2025 und 2026 verzichten die Beschäftigten auf rund 50 Prozent der ursprünglich vorgesehenen Erhöhungen. Dies geschieht durch eine spezielle Verrechnungsmethode, die der Betriebsrat mit dem Unternehmen ausgehandelt hat. Die Regelung wurde von einem Unternehmenssprecher bestätigt.

Ein weiterer Bestandteil des Sparprogramms betrifft die Urlaubstage der Beschäftigten. Bislang konnten Mitarbeiter sechs bis acht Tage in Geld umwandeln, diese Option entfällt nun vollständig. Zudem sind sogenannte Jubilaraufenthalte künftig nicht mehr möglich. Die übrigen Jubiläumsleistungen, wie zusätzliche finanzielle Zuwendungen und Feiern, bleiben erhalten.

Im Gegenzug für diese Maßnahmen konnte der Betriebsrat eine Verlängerung der Zukunftssicherung durchsetzen. Betriebsbedingte Kündigungen sind nun bis zum Jahr 2035 ausgeschlossen. Zuvor galt diese Regelung nur bis zum Jahr 2030. Damit wird den Beschäftigten für einen längeren Zeitraum Arbeitsplatzsicherheit gewährt.

Das Unternehmen bestätigte die Einigung und betonte, dass die Vereinbarung einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit von Mercedes-Benz leiste. Mit den beschlossenen Maßnahmen soll das Unternehmen langfristig wirtschaftlich stabil bleiben. Ein Sprecher erklärte, dass das Unternehmen auf diese Weise seine Position im globalen Wettbewerb sichern wolle.

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