Mercedes-Benz: Gewinneinbruch um 57 Prozent im schwierigen Jahr 2025
Zölle, China-Wettbewerb und Währungseffekte belasten den deutschen Premium-Autobauer massiv.

Mercedes-Benz hat am Donnerstag einen dramatischen Gewinnrückgang für das Geschäftsjahr 2025 bekannt gegeben. Der operative Gewinn (EBIT) des Stuttgarter Premium-Automobilherstellers brach um 57 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro ein – deutlich unter den Erwartungen der Analysten von 6,6 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen operativen Gewinn von 13,6 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Der Umsatz sank um 9 Prozent auf 132,2 Milliarden Euro und verfehlte damit ebenfalls die Prognosen von 134 Milliarden Euro. "In einem dynamischen Marktumfeld blieben unsere Finanzergebnisse dank unseres klaren Fokus auf Effizienz, Schnelligkeit und Flexibilität innerhalb unserer Prognose", kommentierte CEO Ola Källenius die Zahlen.
Mehrfachbelastung durch externe Faktoren
Das schwierige Jahr 2025 war geprägt von intensivem Wettbewerb auf dem wichtigen chinesischen Markt, wo lokale Hersteller zunehmend Marktanteile gewinnen. Hinzu kamen kostspielige Zölle, die unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump eingeführt wurden, sowie negative Währungseffekte, die das Ergebnis zusätzlich belasteten.
Die bereinigte Umsatzrendite im Kerngeschäft mit Personenkraftwagen lag bei 5 Prozent und bewegte sich damit im unteren Bereich der Zielspanne von 4 bis 6 Prozent. Ursprünglich hatte Mercedes für 2025 eine Gewinnmarge von 6 bis 8 Prozent prognostiziert, diese Prognose jedoch bereits im April zurückgenommen.
Mittelfristige Erholung geplant
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Zur AktienanalyseFür die kommenden Jahre zeigt sich das Unternehmen optimistischer. Durch eine Reihe neuer Produkteinführungen und "konsequente Kostendisziplin" will Mercedes die Gewinnmarge mittelfristig auf 8 bis 10 Prozent steigern. Diese Zielsetzung unterstreicht die Entschlossenheit des Konzerns, trotz der aktuellen Herausforderungen zu profitablem Wachstum zurückzukehren.
Die Zahlen verdeutlichen den enormen Druck, unter dem die deutschen Premium-Hersteller derzeit stehen. Neben den geopolitischen Unsicherheiten und dem verschärften Wettbewerb müssen sie gleichzeitig die kostspielige Transformation zur Elektromobilität bewältigen.


