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Mercedes-Benz: Gewinn halbiert sich auf 5,3 Milliarden Euro

Stuttgarter Autobauer kämpft mit China-Schwäche und US-Zöllen – Dividende fällt glimpflicher aus als befürchtet

Mercedes-Benz: Gewinn halbiert sich auf 5,3 Milliarden Euro

Der Stuttgarter Premiumhersteller Mercedes-Benz hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem drastischen Gewinnrückgang abgeschlossen. Der Nettogewinn brach um 50 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro ein, während der operative Gewinn (Ebit) sogar um 58 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro schrumpfte. Der Umsatz zeigte sich mit 132 Milliarden Euro vergleichsweise robust und ging lediglich um neun Prozent zurück.

Die Zahlen bleiben hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die laut Finanzdienstleister Visible Alpha im Schnitt mit einem Umsatz von 134 Milliarden Euro und einem Ebit von 6,6 Milliarden Euro gerechnet hatten. Mercedes-Chef Ola Källenius zeigte sich dennoch zufrieden und betonte, die Bilanz liege "im Rahmen unserer Prognose". Das Unternehmen konzentriere sich nun auf Effizienz, Geschwindigkeit und Flexibilität.

China-Geschäft und US-Zölle belasten

Als Hauptgründe für den Gewinneinbruch nennt der Konzern das schwache China-Geschäft, hohe US-Importzölle und negative Währungseffekte. Allein die US-Zölle kosteten rund eine Milliarde Euro Gewinn. Ohne diese Belastung wäre die operative Marge um etwa einen Prozentpunkt besser ausgefallen. Immerhin konnten Einsparungen von 3,5 Milliarden Euro in der Pkw-Sparte einen Teil des Gegenwinds abfedern.

Die bereinigte Umsatzrendite der Kernsparte Mercedes-Benz Cars sank um drei Prozentpunkte auf fünf Prozent. Damit bewegt sich der Wert am unteren Ende der bereits nach unten korrigierten Prognosespanne. Für 2026 kalkuliert Källenius mit einer Rendite zwischen drei und fünf Prozent, während das mittelfristige Ziel bei acht bis zehn Prozent liegt.

Absatzrückgang in China besonders deutlich

Der Pkw-Absatz schrumpfte 2025 um neun Prozent auf 1,8 Millionen Fahrzeuge. Besonders schmerzhaft: In China brach das Geschäft um rund ein Fünftel ein. Für das laufende Jahr strebt Mercedes eine Stabilisierung auf Vorjahresniveau an, erst "mittelfristig" soll die Zwei-Millionen-Marke wieder erreicht werden. Neue Modelle und verbessertes Infotainment sollen helfen, verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Dividende und Mitarbeiterprämien sinken

Trotz des Gewinneinbruchs fällt die Dividendenkürzung moderater aus als befürchtet. Der Vorstand schlägt 3,50 Euro je Aktie vor, nach 4,30 Euro im Vorjahr. Die Hauptversammlung im April 2026 muss der Ausschüttung noch zustimmen. Auch die Mitarbeiterprämie sinkt deutlich: Rund 85.000 Beschäftigte erhalten voraussichtlich 3.139 Euro, nach 5.220 Euro im Vorjahr. In Spitzenjahren hatte Mercedes bis zu 7.300 Euro gezahlt.

Für 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz auf ähnlichem Niveau, erwartet aber einen deutlich höheren operativen Gewinn. Weitere Kostensenkungen sollen dabei helfen, die Margen zu verbessern und den Konzern wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

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