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Mercedes-Benz beendet Diesel-Streit in den USA

Millionen-Vergleich soll Rechtsverfahren zu Abgaswerten abschließen

Mercedes-Benz beendet Diesel-Streit in den USA

Mercedes-Benz will in den USA den seit Jahren andauernden Streit um angeblich zu hohe Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen mit einer Millionen-Zahlung beenden. Der Autobauer hat mit mehreren US-Bundesstaaten Vergleiche geschlossen, die eine Zahlung von umgerechnet etwas mehr als 102 Millionen Euro vorsehen. Diese Vereinbarungen müssen noch von den zuständigen Gerichten genehmigt werden. Betroffen sind Vorwürfe zu rund 250.000 Dieselautos, bei denen die Einhaltung der gesetzlichen Emissionsgrenzen infrage gestellt worden war.

Nach Angaben des Unternehmens waren für die nun vereinbarten Zahlungen bereits Rückstellungen gebildet worden, sodass sich daraus keine neuen finanziellen Belastungen ergeben sollen. Mit den erzielten Vergleichen sieht sich Mercedes-Benz einem Abschluss wesentlicher offener Verfahren im Zusammenhang mit Diesel-Emissionen in den USA näher. Das Unternehmen betont, dass durch die Einigungen langwierige und kostenintensive Gerichtsverfahren vermieden werden können und damit ein weiterer Schritt in Richtung Rechtssicherheit erreicht werde.

Die US-Justiz hatte seit 2016 gegen den damaligen Daimler-Konzern ermittelt. Im Zentrum der Untersuchungen standen mutmaßlich überhöhte Stickoxidwerte bei bestimmten Dieselmodellen. Gezielte Manipulationen der Abgastechnik mittels spezieller Software, wie sie in anderen Fällen bekannt wurden, hatte Mercedes-Benz stets bestritten. Auch im Rahmen der aktuellen Vergleiche wird kein Schuldeingeständnis abgegeben.

Im Unterschied zu anderen Verfahren in der Branche musste Mercedes-Benz in den USA keine Fahrzeuge zurückkaufen und unterliegt keiner externen Überwachung durch Behörden. Stattdessen wurden die betroffenen Autos, ähnlich wie in Europa, mit Software-Updates nachgerüstet. Nach Unternehmensangaben sind bereits mehr als 85 Prozent der betroffenen Fahrzeuge entsprechend aktualisiert worden. Ergänzend soll ein neues Anreizprogramm dazu beitragen, weitere Updates über bereits vereinbarte Quoten hinaus umzusetzen.

Die finanziellen Folgen des Diesel-Komplexes in den USA belaufen sich für Mercedes-Benz insgesamt auf mehr als zwei Milliarden Euro. Darin enthalten sind frühere Vergleiche, technische Maßnahmen sowie weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit den Verfahren. Zuletzt hatte das US-Justizministerium im Jahr 2024 seine strafrechtlichen Ermittlungen gegen den Autobauer ohne Anklageerhebung eingestellt.

Mit dem nun geplanten Abschluss der Vergleiche erhofft sich Mercedes-Benz, das Thema Diesel-Emissionen in den USA weitgehend abschließen zu können und sich künftig stärker auf das operative Geschäft sowie den Umbau des Unternehmens zu konzentrieren.

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