Mehrheit der Arbeitnehmer wünscht sich Vier-Tage-Woche mit gleichem Lohn
Eine neue Umfrage zeigt breite Zustimmung für die Vier-Tage-Woche unter deutschen Arbeitnehmern

Eine Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich findet bei deutschen Arbeitnehmern große Zustimmung, wie eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung zeigt. Die Mehrheit der Befragten wünscht sich eine Arbeitszeitverkürzung, aber nur bei gleichem Gehalt. Lediglich acht Prozent würden eine Arbeitszeitverkürzung auch mit einem Lohnverzicht akzeptieren. Die Umfrage wurde unter mehr als 2.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten durchgeführt.
Die Vier-Tage-Woche wird von den meisten Befürwortern als Möglichkeit gesehen, mehr Zeit für Familie, Hobbys und Ehrenamt zu haben. Die Forscher sehen darin auch die Chance, zivilgesellschaftliches Engagement zu fördern. Drei von vier Befragten wollen ihre Arbeitsbelastung reduzieren. Diejenigen, die sich gegen eine Vier-Tage-Woche aussprechen, begründen ihre Ablehnung damit, dass sie Spaß an der Arbeit haben oder nicht glauben, dass sich an den Arbeitsabläufen etwas ändern würde.
Bisherige Forschung hat gezeigt, dass Beschäftigte bei einer Vier-Tage-Woche produktiver arbeiten, was einen Lohnausgleich kompensieren könnte. Eine Verbesserung der subjektiven Zeitautonomie sei zudem ein wichtiger Aspekt der Arbeitgeberattraktivität und könne bei der Gewinnung von Fachkräften einen Mehrwert darstellen, so das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI). Die Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass die Vier-Tage-Woche bei deutschen Arbeitnehmern zunehmend beliebt ist und könnte somit ein wichtiger Impuls für eine mögliche Arbeitszeitverkürzung sein.
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