Mehr Atomstrom für Südkorea
Wie Reaktoren Importe von Kohle und LNG auf ein Achtjahrestief drücken

Südkorea hat in den ersten Monaten des Jahres 2025 seine Importe von Steinkohle und Flüssigerdgas (LNG) deutlich reduziert. Ein wesentlicher Grund dafür ist die gestiegene Stromerzeugung durch Kernkraftwerke, die seit September 2024 mehr Elektrizität liefern als die kohle- und gasbetriebenen Anlagen des Landes. Diese Entwicklung ermöglicht es dem Land, seinen Bedarf an fossilen Brennstoffen aus dem Ausland zu verringern und dabei gleichzeitig die inländische Stromversorgung zu sichern.
Im Januar 2025 erzeugten die südkoreanischen Kernkraftwerke 17,9 Terawattstunden Strom. Das entspricht einem Anstieg von 20 Prozent im Vergleich zum Januar des Vorjahres und machte fast 35 Prozent der gesamten Stromproduktion des Landes aus. Der Zubau neuer Reaktoren, insbesondere die Inbetriebnahme des Reaktors Shin Hanul-2 Anfang 2024, sowie Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bestehender Anlagen tragen zu diesem Anstieg bei.
Zwischen 2019 und 2024 wuchs die gesamte Stromerzeugung durch Kernkraft in Südkorea um 29 Prozent und erreichte 189 Terawattstunden. In demselben Zeitraum sank die Stromproduktion aus Kohle um 26 Prozent, während die Gasverstromung um 17 Prozent zunahm. 2024 übertraf die Kernenergie erstmals sowohl Kohle als auch Gas als wichtigste Energiequelle für das Land. Derzeit befinden sich vier weitere Kernreaktoren im Bau, was auf eine Fortsetzung dieses Trends hinweist.
Im ersten Quartal 2025 gingen Südkoreas Importe von Steinkohle um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück und beliefen sich auf rund 14 Millionen Tonnen. Das sind vier Millionen Tonnen weniger als im ersten Quartal 2024. Auch die LNG-Importe sanken um 16 Prozent auf 10,6 Millionen Tonnen – ein Rückgang um fast zwei Millionen Tonnen. Beide Werte stellen die niedrigsten Importmengen für das erste Quartal seit mindestens acht Jahren dar.
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Zur AktienanalyseDiese Entwicklung könnte langfristige Auswirkungen auf die Energiehandelsströme in Asien haben, sollten die reduzierten Importe anhalten. Der südkoreanische Ansatz zeigt, dass durch gezielte Investitionen und politische Unterstützung die Effizienz und Kapazität der Kernenergie gesteigert werden können. Dies ermöglicht es, die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern und gleichzeitig eine stabile, emissionsärmere Stromversorgung sicherzustellen.


