MBA-Studie: Nur ein Viertel der aktiven Trader schlägt den Markt
Umfrage an der Columbia Business School zeigt ernüchternde Ergebnisse für Privatanleger im Jahr 2024.

Eine aktuelle Umfrage unter MBA-Studenten der renommierten Columbia Business School offenbart eine ernüchternde Realität für aktive Trader: Selbst unter den häufig handelnden Anlegern gab nur etwa ein Viertel an, den Markt im vergangenen Jahr geschlagen zu haben. Die Erhebung wurde im Rahmen eines Kurses zur Psychologie und Ökonomie der Konsumfinanzierung durchgeführt.
Die Befragung, die zu Beginn des Jahres 2025 durchgeführt wurde, richtete sich an angehende Finanzexperten und sollte deren Anlageverhalten und -erfolg im Jahr 2024 beleuchten. Dabei zeigte sich ein interessantes Muster: Ein Viertel der befragten Studenten handelte mindestens einmal monatlich mit Wertpapieren, während 5 Prozent sogar wöchentlich aktiv am Markt agierten.
Die Ergebnisse werfen ein kritisches Licht auf die Erfolgschancen aktiver Handelsstrategien. Trotz der vermeintlich besseren Ausbildung und des Zugangs zu Finanzinformationen gelang es der Mehrheit nicht, eine Outperformance zu erzielen. Die Renditespannen reichten von Verlusten von mindestens 10 Prozent bis zu Gewinnen von über 30 Prozent.
Realitätscheck für deutsche Privatanleger
Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse auch für deutsche Anleger. Sie unterstreicht die Herausforderung, durch aktives Trading systematisch besser abzuschneiden als der Gesamtmarkt. Experten raten Privatanlegern daher häufig zu passiven Anlagestrategien wie ETF-Sparplänen, die kostengünstiger sind und langfristig oft bessere Ergebnisse liefern.
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Zur AktienanalyseDie drei zentralen Fragen der Umfrage konzentrierten sich auf die Handelshäufigkeit, die erzielten Renditen und den Vergleich zur Marktentwicklung. Die Professoren Eric Johnson und Stephen Zeldes, die den Kurs leiteten, wollten damit das Selbstbild der Studenten mit den tatsächlichen Ergebnissen abgleichen.
Für Anleger in Deutschland bedeutet dies: Wer glaubt, durch häufiges Handeln Überrenditen erzielen zu können, sollte seine Strategie kritisch hinterfragen. Die Transaktionskosten, Steuern und der Zeitaufwand schmälern die Rendite zusätzlich. Eine Buy-and-Hold-Strategie mit breit gestreuten Indexfonds erscheint für die meisten Privatanleger als die erfolgversprechendere Alternative.


